Pioneer will Absatzkrise meistern

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Pioneer Investments reagiert mit einer neuen Vertriebsstrategie auf den schleppenden Absatz ihrer Fonds in Deutschland. Künftig sollen die einzelnen Kundengruppen individueller betreut werden: „Wir werden so den steigenden Ansprüchen unserer Kunden gerecht“, erklärt Dominik Kremer (40).

Kremer tritt die neugeschaffene Position des Sprechers der Geschäftsführung an. Bisher war er Vorsitzender des Aufsichtsrates. Diesen Posten übernimmt Giordano Lombardo, Chef der Pioneer Global Asset Management.

Der bisherige Vertriebschef für das Institutionelle Geschäft Hartwig Rosipal (43) nimmt seinen Hut. Seine Aufgaben übernehmen Wolfgang Kirschner (44) im Bereich Spezialfonds und Reiner Beutler (46) bei der Betreuung von institutionellen Kunden, die international investieren.

Auch der Bereich Privatanleger wird künftig aufgeteilt: Norbert Welp (40) ist für den gesamten Drittvertrieb zuständig. Sein Team betreut Banken und Sparkassen, Vermögensverwalter und Finanzvertriebe. Den Absatz über die Hypovereinsbank verantwortet dagegen Peter Badstöber (43).

Das Unternehmen aus Unterföhring bei München verzeichnete 2007 Abflüsse von 11 Milliarden Euro. Das sind nach Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) das höchste Minus unter den deutschen Fondsanbietern.

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