Mehmet Göker wieder aktiv? PKV-Verband warnt vor sogenannten Beitragsoptimierern
Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat Strafanzeige wegen Verdachts auf Betrug, vorsätzlichen und systematischen Missbrauch persönlicher Daten und anderer Delikte gestellt. Die Strafanzeige richtet sich gegen ein Netzwerk von sogenannten Beitragsoptimierern, das von einer Zentrale in der Türkei gesteuert werde.
Diese vermeintlichen Berater nutzen sogenannte Cold Calls, also die Kaltakquise, um privat Krankenversicherte unaufgefordert zu kontaktieren und sie zu einem Tarifwechsel in ihrer Versicherung zu drängen, wofür sie hohe Erfolgshonorare verlangen. Dabei agieren sie unter betrügerischer Verschleierung ihrer Identitäten und mit manipulierten Telefonnummern.
Das Netzwerk beziehe persönliche Daten seiner Opfer auch von Internetportalen, auf denen Anwaltskanzleien für Klagen gegen Beitragserhöhungen werben. In diesem Fall werden die Datensätze von Versicherten, die sich dort registrieren, an Mitglieder des Netzwerks weiterverkauft. Die selbst ernannten Beitragsoptimierer geben sich dann manchmal als Kooperationspartner der Anwaltskanzleien aus und locken die Versicherten mit der Aussicht auf hohe Beitragsersparnisse.
Der PKV-Verband rät den Betroffenen, Namen und Telefonnummer des Anrufers zu notieren und eine Strafanzeige zu erstatten, zum Beispiel auf den Internetseiten der Polizei oder bei der Bundesnetzagentur für Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung.
Wichtig zu wissen: Privatversicherte haben das Recht auf eine honorarfreie Beratung durch ihre Krankenversicherung, wenn sie in andere Tarife des Unternehmens wechseln möchten. Daher sind die PKV-Unternehmen und Vermittler die ersten Ansprechpartner für eine seriöse Beratung. Es empfiehlt sich jedoch, bei der Entscheidung für einen Tarifwechsel nicht nur auf die Beitragshöhe, sondern auch auf den Umfang der versicherten Leistungen zu achten.

