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Neubau in München: In den vergangenen zehn Jahren verteuerten sich Wohnungen in der bayerischen Hauptstadt um 163 Prozent. Ein Quadratmeter Wohnfläche kostet derzeit 7.610 Euro. | © imago images / Sven Simon Foto: imago images / Sven Simon

Plus 181 Prozent in 10 Jahren

Wohnungspreise explodieren in deutschen Großstädten

Jahrelang wurde in Deutschlands Großstädten wenig gebaut. Inzwischen hat sich die Bauaktivität zwar stark erhöht, aufgrund der gestiegenen Baupreise ziehen Neubauten das Preisniveau aber weiter nach oben. Das geht aus einer Analyse des Nürnberger Online-Portals Immowelt hervor, in der Angebotspreise von Eigentumswohnungen in 80 deutschen Großstädten untersucht wurden.

Das Ergebnis: In 36 Städten haben sie sich die Preise seit dem Jahr 2009 mindestens verdoppelt. Darunter befinden sich Metropolen wie München oder Berlin, aber auch kleinere Städte wie Oldenburg oder Offenbach. Allesamt Städte, in denen viele neue Wohnungen errichtet wurden.

„Eine große Zahl an Neubauten klingt zwar positiv, allerdings treiben deren hohe Baukosten zusammen mit den teuren innerstädtischen Grundstückspreisen das Preisniveau stark nach oben. Große Wohnungen mit guter Ausstattung sind innerhalb der Metropolen und zahlreicher Großstädte für viele Familien trotz niedriger Zinsen inzwischen schwer zu finanzieren. Zur Miete zu wohnen ist häufig die einzige Option“, sagt Immowelt-Chef Cai-Nicolas Ziegler.

Um die Eigentumsquote nachhaltig zu erhöhen, müsse Abwanderung aus ländlichen und strukturschwachen Regionen, wo sowohl Bestandsimmobilien als auch Bauland noch vergleichsweise günstig seien, gestoppt werden. Das könne durch steuerliche Vorteile für Unternehmen und daraus resultierende Arbeitsplätze oder die Ansiedlung von Behörden und Universitäten erreicht werden, ist Ziegler überzeugt.

Baukosten und Grundstücke als Preistreiber

Wie stark die Entwicklung der Neubaupreise von den Kosten für Rohstoffe und Handwerker beeinflusst wird, zeigt die Entwicklung des Baupreises: In den vergangenen zehn Jahren ist dieser um 28 Prozent gestiegen, zeigt die Analyse von Immowelt. Hinzu kommt, dass die zum Bauen nötigen Grundstücke innerhalb der Städte sehr begrenzt sind und sich aufgrund der gestiegenen Nachfrage stark verteuert haben.

In Berlin beträgt zum Beispiel der Bodenrichtwert, der den Durchschnitt vergangener Grundstücksverkäufe abbildet, im Zentrum bis zu 60.000 Euro pro Quadratmeter.

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