Bevor es um Private Markets geht, geht es erst einmal um ein Tattoo. Robin Binder hat vor einiger Zeit versprochen, sich das Nao-Logo auf den Unterarm stechen zu lassen, sobald seine Plattform die größte Private-Markets-Plattform Europas ist. Ganz so weit sei man zwar noch nicht: „Ich glaube, es dauert noch so ein, zwei Jahre“, sagt er mit einem Lächeln.
Hinter dem Augenzwinkern steckt jedoch ein ernstes Ziel. Der frühere Family Officer möchte Investments in Private Equity, Private Credit und Infrastruktur für Privatanleger so zugänglich machen wie den Kauf eines ETF. „Genau hatte ich die Idee, eine Plattform zu bauen, dass solche Investitionen so einfach von der Hand gehen wie der Kauf eines ETF oder einer Aktie.“
Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Binder, warum Private Markets aus seiner Sicht eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Aktienportfolio sind, welche Chancen Eltifs eröffnen und weshalb Qualität wichtiger ist als Quantität. Sein Anspruch: institutionelle Standards auch für Privatanleger. „Wir lehnen gerade sieben von acht Fonds ab, die bei uns anfragen.“ Der Auswahlprozess sei bewusst streng, denn die Demokratisierung von Private Markets dürfe nicht zulasten der Qualität gehen.
Ein Gespräch über die Zukunft der Vermögensanlage, den Zugang zu alternativen Investments und die Frage, warum Private Markets für Privatanleger künftig so selbstverständlich werden könnten wie ETFs.