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Sachversicherungen Policen-Prämien dürften sich bis 2040 verdreifachen

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Die weltweiten Prämien im Geschäft mit Sach- und Haftpflichtversicherungen dürften sich bis zum Jahr 2040 mehr als verdoppeln: von 1,8 Billionen US-Dollar im vorigen Jahr auf dann 4,3 Billionen US-Dollar. Das geht aus der aktuellen Sigma-Studie des Swiss Re Institute hervor.

Demnach verlagert sich das Produktangebot der Assekuranz in den kommenden zwei Jahrzehnten weg von risikoärmeren Kfz-Versicherungen hin zu risikoreicheren Sach- und Haftpflichtsparten. Sie werden laut den Prognosen der Analysten des Züricher Rückversicherers künftig zwar besonders stark wachsen. Doch trotz ihres schrumpfenden Anteils bleibe die Kfz-Versicherung weiterhin die größte Teilsparte. Die Prämien dürften sich demnach hier bis 2040 knapp verdoppeln.

Naturkatastrophen schwerer und häufiger

In der Sachversicherung rechnet Swiss Re mit einem jährlichen Wachstum von 5,3 Prozent. Das entspricht einem Anstieg des weltweiten Prämienvolumens von 450 Milliarden auf 1,3 Billionen US-Dollar im Zeitraum zwischen 2020 und 2040. Die Wirtschaftsentwicklung bleibe in diesem Zeitraum mit einem Anteil von 75 Prozent beziehungsweise Neuprämien von bis zu 616 Milliarden US-Dollar der wichtigste Treiber für den Prämienanstieg in der Sachversicherung.

Klimabedingte Risiken hingegen werden in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich dafür sorgen, dass die weltweiten Sachversicherungsprämien um 22 Prozent beziehungsweise bis zu 183 Milliarden US-Dollar zulegen werden. Denn wetterbedingte Katastrophen dürften sowohl schwerer als auch häufiger werden.

Klimawandel bedroht Weltwirtschaft

Die langfristig größte Bedrohung für die Weltwirtschaft ist der Klimawandel, und daher ist es besonders wichtig, die Voraussetzungen für langfristig nachhaltiges Wachstum zu fördern“, sagt Jerome Haegeli. „Wenn wir ein nachhaltiges Versicherungssystem aufbauen wollen, das es der Gesellschaft ermöglicht, künftige Risiken zu beherrschen und aufzufangen, müssen wir Risiken und Chancen quantifizierbar machen“, so der Konzern-Chefökonom von Swiss Re weiter. 

Da es bei Schadenersatzurteilen und Vergleichen, insbesondere in den USA, aufgrund der Inflation immer häufiger um enorme Summen geht, dürften die Haftpflichtprämien im Zeitraum 2020 bis 2040 um durchschnittlich 4,7 Prozent jährlich steigen: von 214 auf 583 Milliarden US-Dollar. Zum Wachstum der Haftpflichtprämien könnten langfristig ebenfalls beitragen: der Klimawandel, gesellschaftliche und rechtliche Veränderungen sowie der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz.

Kfz-Versicherung bleibt größte Sparte

Automatisierung und intelligente Technologien dürften künftig dafür sorgen, dass der motorisierte Verkehr auf den Straßen sicherer wird und die entsprechenden Schäden abnehmen. Der Anteil des Kernsegments Kfz-Versicherung an den gesamten Prämien dürfte zwischen 2020 und 2040 daher von 42 auf 32 Prozent sinken. Doch die Prämien werden sich mit einem Anstieg von 766 Milliarden auf 1,4 Billionen US-Dollar im selben Zeitraum fast verdoppeln.

Daher wird die Kfz-Versicherung laut der Studie voraussichtlich die größte Teilsparte bleiben, auch wenn die volatileren Segmente der Sach- und Haftpflichtversicherung immer weiter an Bedeutung gewinnen werden. „Mit der Verlagerung des globalen Portefeuilles von der risikoärmeren Motorfahrzeugversicherung zu risikoreicheren Sparten wird das Versicherungsgeschäft volatiler. Gleichzeitig wird die Risikomodellierung komplexer, was zu höheren Eigenkapitalanforderungen und einer verstärkten Rückversicherungsnachfrage führen wird“, erwartet Gianfranco Lot, der das globale Rückversicherungsgeschäft bei Swiss Re leitet.

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