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in 22 Fragen an...Lesedauer: 10 Minuten

22 Fragen an Michael Weidner „Populismus und Hysterie ärgern mich“

Michael Weidner
Michael Weidner ist Co-Leiter des globalen Renten-Teams | Foto: Lazard AM

1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Die eine prägende Erfahrung habe ich nicht. Geld war immer ein knappes Gut, mit dem man haushalten und für das man arbeiten musste und muss

2. Wären Sie nicht Fondsmanager geworden, wären Sie heute …

… wahrscheinlich bei einem der deutschen Automobilhersteller im Finanzbereich

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Kein klassisches Vorbild, nein. Allerdings gibt es einige Persönlichkeiten, die mit ihren Eigenschaften oder Fähigkeiten im Laufe der Jahre für mich Vorbild waren beziehungsweise noch sind

4. Welche andere Persönlichkeit fasziniert Sie?

Roger Federer finde ich in vielerlei Hinsicht imponierend. Er vereint maximalen beruflichen Erfolg und Anerkennung mit menschlicher Größe, Anstand und Demut – das ist gleichermaßen selten wie bewundernswert

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Too Big to Fail“ von Andrew Ross Sorkin – eine wertvolle Veranschaulichung, wie tragisch Hybris ist und welchen Fußabdruck pures Glück oder Pech gelegentlich in der Geschichte hinterlassen

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Motivation ist nie ein Problem. Den inneren Zweifel an den eigenen Überzeugungen und Entscheidungen zu überwinden, ist in schwierigen Phasen manchmal herausfordernd

1.200% Rendite in 20 Jahren?

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7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Das Feiern von Erfolgen mit dem Team und der eigenen Familie

8. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Schwer, ein Erlebnis herauszuheben. Vor allem in Krisenzeiten ist der persönliche Austausch mit unseren Kunden oft prägend und es ist schön, wenn man gelegentlich dazu beitragen kann, in schwierigen Zeiten die Orientierung zu behalten und die ökonomische Perspektive bei aller Emotion und Unsicherheit zu bewahren

9. Welchem verpassten Investment trauern Sie noch heute nach?

Zu Beginn meiner Zeit bei Lazard Asset Management in 2010 hatte ich die Möglichkeit, mit meiner damaligen Freundin und heutigen Frau zusammen unsere damalige Mietwohnung in Frankfurt zu kaufen. Trotz des unsicheren Umfelds in dieser Zeit verfolgt mich diese nicht genutzte Anlagechance bis heute

10. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Populismus und Hysterie ärgern mich regelmäßig – dafür gibt es leider viel zu viele Anlässe aktuell

11. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Manchem Politiker oder Aktivisten. Allerdings sind faktenbasierte, rationale Diskussion da meist ebenso Wunschdenken

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