„Portfolio auch während des Urlaubs absichern“

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Sommerzeit ist Urlaubszeit, auch für Deutschlands Privatanleger. Sie können sich zwar wie andere Strandbesucher über strahlenden Sonnenschein freuen. Trübes Börsenwetter während der schönsten Wochen des Jahres drückt ihnen aber aufs sonnige Gemüt. DAS INVESTMENT.com fragte nach einer Sonnencreme fürs Fondsdepot. Antworten darauf gab Oliver Szabries, Leiter Fondshandel der Baader Wertpapierhandelsbank. 

DAS INVESTMENT.com: Was geben Sie Privatanlegern mit auf den Weg in den Urlaub? 

Oliver Szabries: Wer sich auf den Urlaub vorbereitet, sollte auch an sein Depot denken. Anleger können ihr Portfolio auch während des Urlaubs absichern oder günstige Einstiegskurse nutzen. Dazu müssen sie nur Preisgrenzen für den Kauf bestimmter Titel festlegen oder sich mit dem so genannten Limit-Zusatz Stop-Loss gegen Kursverluste absichern. 

DAS INVESTMENT.com: Mit welchen Kosten sind diese Aufträge verbunden? 

Szabries: Die Limit-Orders lassen sich bei den meisten Banken kostenlos einrichten. Wird die Order ausgeführt, fallen die regulären Handelsgebühren an. Kommt der Kauf oder Verkauf nicht zustande, kann je nach Institut eine Gebühr von in der Regel etwa 2,50 Euro fällig werden. 

DAS INVESTMENT.com: Das können sich Anleger sparen, wenn sie ihre nächsten Orders nach ihrem Urlaub erteilen. 

Szabries: Schon. Aber auch innerhalb kurzer Zeit sind deutliche Kursbewegungen an den Märkten möglich. Beispielsweise verlor der führende deutsche Aktienindex Dax vergangenes Jahr zur Urlaubszeit allein zwischen dem 16. Juli und 7. August rund 7,3 Prozent. 

DAS INVESTMENT.com: Ist ein ähnliches Szenario auch in diesem Sommer zu erwarten? 

Szabries: Die Kreditkrise sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Märkten. In der gegenwärtigen Marktsituation halte ich daher sowohl weitere Verluste, als auch ein schnelles Anziehen der Kurse für möglich. Anleger sind daher gut beraten, mit Limit-Orders vorzusorgen. 

DAS INVESTMENT.com: Aufträge mit bestimmten Kursgrenzen sind bei Aktien ein alter Hut. Was können Besitzer von Fondsanteilen tun? 

Szabries: Der Fondshandel ermöglicht Limit-Orders auch bei Investmentfonds. Analog zum Handel mit Aktien wird zunächst der gewünschte Fonds ausgewählt. Häufig empfiehlt es sich, eine Limit-Order ohne zeitliche Einschränkung zu setzen. Dann spart man sich die Kosten, die fällig werden können, wenn die Order nicht ausgeführt wird.

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