Portfoliotheorie

Amundi startet Schwellenländer-Fonds nach Markowitz

Die Fondsgesellschaft Amundi legt mit dem Amundi Funds Equity Emerging Minimum Variance (ISIN: LU0945153863) einen weiteren Minimum-Varianz-Fonds auf. Der Fonds soll den MSCI World Emerging Markets NR Close Index über einen Zeithorizont von fünf Jahre schlagen – bei geringeren Kursschwankungen.

Der Begriff Minimum-Varianz kommt aus der Modernen Portfoliotheorie von Harry Markowitz. Der bezeichnete damit jenes real umsetzbare Portfolio aus Aktien, das das geringste Risiko aufweist. Im Gegensatz zum markowitzschen Minimum-Varianz-Portfolio soll der neue Amundi-Fonds – wie alle seine Min-Var-Vorgänger auch – das Risiko des Index lediglich unterbieten, bei zugleich höherer Rendite.

Hierzu geht das Team drei Schritte bei der Portfolioauswahl:

Aktienauswahl: Das Investment-Team betrachtet die Bilanz- und Erfolgsrechnungszahlen und wählt die Unternehmen mit den besseren Kennzahlen aus.

Minimum-Varianz-Prozess: Das Team gewichtet die ermittelten Titel nach Volatilität und Korrelation, um die Volatilität im Portfolio zu minimieren. Dabei steuert es Titel-, Branchen- und Länder-Gewichtungen, um Klumpenrisiken zu vermeiden.

Risiko beobachten: Das Team prüft fortlaufend die gleichmäßige Risikoverteilung im Portfolio und soll eingreifen, wenn akute Gefahren drohen.

Amundi managt seit vier Jahren europäische Aktien nach dem Minimum-Varianz-Ansatz. Der neue Fonds verfolgt dieselbe Strategie auf den Schwellenländermärkten.

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