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Christian Hille, Multi-Asset-Fondsmanager bei der Deutschen AM

Positionen um mehr als 50 % reduziert

Mischfonds der Deutschen AM ziehen sich aus Europa zurück

Das Niedrig-Rendite-Umfeld der Region und die Unsicherheit vor einer Reihe von Wahlen in diesem Jahr haben den Investmentbereich der größten deutschen Bank bewogen, seine europäischen Positionen in den Fonds auf den bisher niedrigsten Wert zu reduzieren.

Das potenzielle Risiko eines negativen Ergebnisses bei den Wahlen sei zu wenig eingepreist, sagte Multi-Asset-Fondsmanager Christian Hille in einem Telefoninterview. Angesichts des Zinsniveaus und des Niveaus der Zinsdifferentiale sei es attraktiver in Aktiva außerhalb Europas zu investieren.

Deutsche Asset Management, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Bank AG, hat den Anteil ihrer europäischen Positionen in ihrem 100 Milliarden Euro schweren Multi-Asset-Portfolio reduziert verglichen mit normalerweise um mehr als die Hälfte, berichtet Hille.

Populistische Kandidaten heizen Befürchtungen über ein Auseinanderbrechen des Euroraums an

Das Wahl-Risiko ist ein weiterer Grund für globale Investoren, sich von europäischen Aktiva fernzuhalten, die bereits wegen flauen Wachstums und der niedrigsten Bondrenditen weltweit unattraktiv geworden sind. In den Niederlanden, Frankreich und Deutschland stehen in diesem Jahr Wahlen an, populistische Kandidaten heizen Befürchtungen über ein Auseinanderbrechen des Euroraums an.

Nach der überraschenden Wahl von US-Präsident Donald Trump und dem britischen Brexit-Referendum im vergangenen Jahr sei es schwierig, anhand von Meinungsumfragen das Ergebnis zu prognostizieren, sagte Hille. Die Europäische Kommission hat am Montag gewarnt, dass die Projektionen für die Konjunkturerholung in der Europäischen Union mit "außergewöhnlich hohen Risiken behaftet sind".

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