Papst Benedikt XVI

Papst Benedikt XVI

Post vom Papst: Benedikt fordert mehr Nachhaltigkeit

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Gier habe zum schlimmsten Abschwung seit der großen Depression der dreißiger Jahre geführt, erklärte Benedikt gestern. „Finanzmakler müssen die ethische Grundlage ihrer Tätigkeit wieder entdecken, um nicht die hochentwickelten Instrumente zu missbrauchen, die dazu dienen können, die Sparer zu betrügen.“  Nötig sei eine „echte politische Weltautorität“, die Abrüstung, Frieden und Umweltschutz voranbringe, so der Papst in seiner Sozialenzyklika „Caritas in Veritate (Liebe in Wahrheit). Der Papst ist überzeugt, dass die Wirtschaft „für ihr korrektes Funktionieren die Ethik; nicht irgendeine Ethik, sondern eine menschenfreundliche Ethik“ braucht. Die Globalisierung habe zwar Milliarden von Menschen aus dem Elend befreit. Das ungezügelte Wachstum in den vergangenen Jahren habe aber auch beispiellose Probleme hervorgerufen, wie Migrationsströme, Umweltverschmutzung und den Verlust von Vertrauen in den Markt. Während die wichtigsten Industriestaaten und Russland von heute an über Weltwirtschaftskrise und Klimaschutz beraten, können Investoren bereits vorab zu Kreuze kriechen und ihr Depot im Sinne der katholischen Kirche umstellen. Dabei springt für sie nicht nur ein gutes Gewissen und Absolution, sondern ganz nebenbei auch noch eine attraktive Rendite bei raus. Mit grünen Investments können sie ihren Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Dazu zählen einerseits nachhaltige Produkte, deren Manager ökologisch und sozial korrekt investieren. Andererseits sind dies aber auch Investments in Unternehmen aus dem Cleantech-Sektor. Unter diesem recht vagen Begriff versteht man alle Technologien, die Boden, Wasser und Luft vor schädlichen Einflüssen schützen oder Schäden minimieren. Dazu zählen beispielsweise Solarenergie, Windkraft, alternative Treibstoffe, Recycling oder Wasseraufbereitung. >> Warum grüne Investments die Gewinner der Krise sind >> Was nachhaltige Produkte können und was nicht >> Die besten Umwelttechnologie-Fonds im Crashtest  >> Die besten Neue-Energien-Fonds im Vergleich >> Hier geht es zur päpstlichen Post
 

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