Präventionsreport 2019 Deutsche wollen mehr Boni vom Krankenversicherer

Frauen zeigen mehr Durchhaltevermögen bei der gesundheitlichen Prävention, zum Beispiel mit Yoga: Laut einer aktuellen Umfrage schätzen vor allem Menschen in Bremen und Berlin ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig ein. | © AXA Deutschland

Frauen zeigen mehr Durchhaltevermögen bei der gesundheitlichen Prävention, zum Beispiel mit Yoga: Laut einer aktuellen Umfrage schätzen vor allem Menschen in Bremen und Berlin ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig ein. Foto: AXA Deutschland

Wie schätzen die Deutschen ihren Gesundheitszustand im Allgemeinen ein? Was tun sie, um gesund zu bleiben oder gesünder zu werden? Und wie steht es um das Durchhaltevermögen, wenn es um Gesundheitsprävention geht? Das beleuchtet der aktuelle Präventionsreport 2019 des Versicherers Axa, der in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Forsa erstellt wurde.

In der aktuellen Ausgabe des Präventionsreports bezeichnet knapp die Hälfte (48 Prozent) der mehr als 3.000 Befragten über 18 Jahren ihren aktuellen Gesundheitszustand als eher mittelmäßig oder schlechter. Gleichzeitig zeigt sich aber auch Einsicht und der Wunsch nach Verbesserung: 58 Prozent der Befragten geben zu, mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen.

Eltern sind häufig nicht aktiv genug

Diese Meinung ist besonders in der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen weit verbreitet: 68 Prozent sind der Meinung, mehr für Ihre Gesundheit tun zu müssen. Gleicher Ansicht sind viele der Eltern: 69 Prozent der Personen mit Kindern im Haushalt meinen, sie würden zu wenig für ihre Gesundheit tun, bei Personen ohne Kinder im Haushalt sind es nur noch 55 Prozent.

Vielen Deutschen fehlt die Motivation

Immerhin zwei Drittel der Befragten haben laut eigenen Angaben den guten Vorsatz auch in die Tat umgesetzt – dann aber nur kurz durchgehalten. Als Grund nennt die Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) fehlende Motivation. Dies betrifft insbesondere unter 30-Jährige (76 Prozent). Die Ergebnisse zeigen, dass Männer häufiger die Motivation verlieren (69 Prozent) als Frauen (59 Prozent).

Macht uns moderne Technik gesünder?

Nur wenige Befragte haben schon einmal technische Angebote Apps für das Smartphone genutzt, um ihr Gesundheitsverhalten zu beobachten. Am häufigsten verwendet werden aktuell Fitness- beziehungsweise Sport-Apps sowie ein Fitness-Armband oder Fitness-Tracker (jeweils 17 Prozent). Eine Schlaf-App beziehungsweise einen Schlaf-Tracker nutzen 9 Prozent, Ernährungs-Apps 7 Prozent.

Verbraucher wollen unterstützt werden

Der Axa Präventionsreport zeigt, dass die Motivation zum Beispiel durch finanzielle Boni für gesundes Verhalten gesteigert werden könnte. Dabei seien nicht nur die Krankenversicherer gefragt: 70 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass Steuervorteile für sehr viele oder zumindest einige Menschen einen Anreiz bieten würden, sich gesundheitsbewusst zu verhalten.