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DIW-Forscher Private Altersvorsorge braucht Neustart

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Der Wert des Median fällt mit 60 Euro pro Monat geringer aus. Auch bei der Gruppe der RentenbezieherInnen sind Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen erkennbar, da im ersten Einkommensquintil nur eine Rente in Höhe von etwas mehr als 50 Euro, im obersten Quintil dagegen mehr als 100 Euro aus einer Riester-Rente bezogen werden.

Dies spiegelt sich auch beim Bildungsniveau, da RentenbezieherInnen ohne beruflichen Bildungsabschluss nur knapp 40 Euro Riester-Rente erhalten gegenüber rund 80 Euro bei denen mit einem formalen Bildungsabschluss. Männer erhalten mit rund 100 Euro annähernd doppelt so hohe Riester-Renten wie Frauen mit einem Wert von 55 Euro. Unterschieden nach Region zeigt sich, dass in Ostdeutschland die Bruttorente aus einem Riester-Vertrag mit rund 90 Euro leicht höher liegt als in Westdeutschland mit rund 80 Euro. Bezüglich der Wohnform finden sich keine relevanten Unterschiede.

Abbildung 2: Bruttobezug aus eigener Riester-Rente 2020
(in Euro pro Monat)

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Von Interesse ist auch, wie hoch der Anteil der Riester-Rente an allen eigenen Alterseinkommen ist. Diese Quote liegt gemessen am Mittelwert gerade einmal bei rund 5 Prozent – gemessen am Median sogar nur bei 4 Prozent. Das bedeutet, dass die Riester-Rente bei den heutigen RentnerInnen bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt und damit die Lücken des rückläufigen Versorgungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung kaum schließen kann.

Für kommende RentnerInnen wird die Bedeutung der Riester-Rente zwar steigen, da längere Ansparphasen als bei den heutigen Riester-RentnerInnen vorliegen werden, jedoch zeigen die Analysen zu den abgeschlossenen Verträgen (Tabelle und Abbildung 1), dass das nicht für alle RentnerInnen gelten wird. Insbesondere werden RentnerInnen, die über längere Zeit arbeitslos waren, nur niedrige Bildungsabschlüsse erzielt haben, alleinstehend waren oder geringe Einkommen erzielt haben, kaum Ansprüche an die Riester-Rente haben. Diese Gruppen haben in der Regel auch geringere Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung und sind im besonderen Maße von Altersarmut bedroht.

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