Private Assets Investieren abseits der Börsen

Japanischer Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen: Schroders finanzierte schon 1870 die erste Eisenbahnstrecke des Landes zwischen Tokio und Yokohama | © Getty Images

Japanischer Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen: Schroders finanzierte schon 1870 die erste Eisenbahnstrecke des Landes zwischen Tokio und Yokohama Foto: Getty Images

Schon mehr als 160 Jahre Erfahrung hat Schroders mit Private Assets. 1853 hat die Investmentgesellschaft bei der Finanzierung des Ausbaus von Kubas Eisenbahnnetz geholfen und ebenso 1870 bei der Finanzierung von Japans erster Eisenbahnstecke von Tokio nach Yokohama.

Private Assets, also Anlagen, die nicht an öffentlichen Wertpapierhandelsplätzen erworben werden können, gewinnen im heutigen unsicheren wirtschaftlichen Umfeld an Bedeutung. Der niedrige Zins zwingt gerade institutionelle Investoren auf die Suche nach weiteren Renditequellen für ihr Portfolio, deren Wertentwicklung idealerweise möglichst wenig mit klassischen Anlageformen zusammenhängt. Ein Blick über die Börsen hinaus kann dabei durchaus hilfreich sein und ist gerade als Beimischung des Portfolios für bestimmte Anleger geeignet.

Mit Private Assets können Anleger Erträge steigern oder Risiken mindern und aufgrund der meist geringen Korrelationen mit anderen Anlagesegmenten das Portfolio diversifizieren. Außerdem erhalten sie so Zugang zu Branchen und Anlagebereichen, in die sie nicht über die Börse investieren können. Im Gegenzug müssen Anleger zwar eine zum Teil deutlich geringere Handelbarkeit akzeptieren, was jedoch häufig in Form einer Illiquiditätsprämie belohnt wird. Private Assets sind zudem in der Regel sehr komplex, eine Bewertung der Anlage ist entsprechend aufwändig. Hohe Einstiegssummen begrenzen den Anlegerkreis auf Großinvestoren. Aber auch viele dieser oft professionellen Anleger benötigen externe Unterstützung beim Investieren in nichtöffentliche Anlagen.

Adveq-Übernahme beschleunigt Wachstum

Seit den Eisenbahnfinanzierungen im vorletzten Jahrhundert hat Schroders seine Expertise bei Private Assets erheblich weiterentwickelt und ausgebaut. Heute managt die Gesellschaft in diesem Bereich Vermögenswerte in Höhe von knapp 30 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr wurde das Wachstum durch die Akquisition der Adveq Holding AG beschleunigt. Mit dem Schweizer Private-Equity-Haus hat Schroders ein Beteiligungsvermögen von mehr als 7 Milliarden Dollar übernommen.

Adveq wurde 1997 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf die Technologiebranche, hat sein Investmentspektrum in den folgenden Jahren jedoch weiter ausgebaut. Der Investmentansatz folgt globalen Megatrends mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Moderne Daten-Tools unterstützen die Analyse. Hauptziel ist es, höhere Erträge als Aktien zu liefern, bei einer geringeren Volatilität. Zum Jahresende 2017 managte das Team aus rund 100 Spezialisten unter dem neuen Namen Schroder Adveq 8,6 Milliarden US-Dollar.

Damit ist Private Equity nach verwaltetem Vermögen nun die zweitstärkste Säule im Private-Assets-Geschäft von Schroders. Insgesamt besteht dies aus vier Säulen, die alle über eigene Experten-Teams verfügen. Am meisten Vermögen managt die Immobiliensparte. 79 Spezialisten kümmern sich dort um Assets im Wert von 17 Milliarden US-Dollar. Bereits seit 1971 hat sich Schroder Real Estate einen Namen als Manager für paneuropäische Immobilienfonds gemacht. Aber auch Erfahrung mit Nischenstrategien kann die Gesellschaft aufweisen. In Deutschland verfügt sie ebenfalls über eine umfangreiche Expertise bei Immobilien-Investments, ein Teil des Teams ist in Frankfurt am Main angesiedelt.

Die Erfinder des Katastrophen-Bonds

Der dritte Bereich, Private Debt, hat 2,7 Milliarden US-Dollar unter Verwaltung. Hierunter fallen zum Beispiel Versicherungsverbriefungen. Das Schroders-Team entwickelte Mitte der 1990er Jahre die erste Katastrophen-Anleihe. Im Direct-Lending-Bereich, also der direkten Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen, hält Schroders eine Minderheitsbeteiligung an Neos, der größten professionellen Plattform in den Niederlanden. Im Segment Real Estate Debt stehen Finanzierungen für gewerbliche Objekte in Großbritannien und den USA im Vordergrund. Hier erwarb Schroders im laufenden Jahr eine Beteiligung von 20 Prozent am US-Unternehmen A10 Capital, das als Full-Service-Kreditgeber Darlehen für mittelgroße Gewerbeimmobilien – einschließlich Überbrückungsdarlehen und Langfristkrediten – vergibt.

Die vierte und kleinste Säule – mit der einst alles begann – ist Infrastruktur. Das in Paris ansässige elfköpfige Team managt 1,7 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und investiert über die gesamte Kapitalstruktur und ermöglicht institutionellen Kunden einen maßgeschneiderten Zugang. So sollen Erträge erwirtschaftet werden, die nur gering mit den Erträgen der öffentlichen Handelsplätze korrelieren.

Insgesamt bietet Schroders somit ein breit diversifiziertes Spektrum an Leistungen, mit dem institutionelle Anleger von den Möglichkeiten profitieren können, die Investitionen in Private Assets mit sich bringen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.