Private Equity

Investoren sorgen sich um politische Stabilität in Europa

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Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen aus der Private-Equity (PE)-Branche rechnen für 2016 mit einer steigenden Anzahl von Fusionen und Übernahmen unter Beteiligung von Finanzinvestoren. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger unter führenden Spezialisten der Branche.

„Über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung macht sich die PE-Branche per Ende 2015 wenig Sorgen“, sagt Christof Huth, Partner bei Roland Berger. „Die meisten erwarten in diesem Jahr sogar eine deutliche Verbesserung gegenüber 2015.“

Auch hinsichtlich günstiger Finanzierungsalternativen erwarten die PE-Investoren keine Verschlechterung gegenüber 2015. „Gleichzeitig zeigt unsere Umfrage eine wachsende Sorge um die politische Stabilität in Europa. Wie viele Transaktionen in diesem Jahr tatsächlich abgeschlossen werden, hängt vor allem davon ab“, so Huth.

Stimmung auf den europäischen Märkten

Das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Befragten in Deutschland (+3,2 Prozent). Neben den genannten Faktoren Finanzierung und Konjunktur in Europa kommt hier das gute Konsumklima zum Tragen.

Dagegen wirken in der Region der iberischen Halbinsel und Italien mit einem erwarteten Wachstum von 3,1 Prozent vor allem Nachholeffekte. Großbritannien als europaweit wichtigster Markt für Firmenübernahmen soll immerhin um 2,9 Prozent wachsen.

Griechenland bleibt das Schlusslicht

Am Ende des Rankings, aber noch mit Wachstum, befindet sich die Region Schweiz/Österreich, vor allem wegen der Effekte der Frankenaufwertung auf die Schweiz. Schlusslicht bleibt auf Grund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Schwäche Griechenland, für das die PE-Experten einen weiteren Rückgang um -0.2 Prozent erwarten.

Als besonders attraktive Branchen nennen 65 Prozent der Befragten Technologie und Medien, gefolgt von Pharma und Healthcare (62 Prozent) sowie Konsumgüter und Handel (60 Prozent). Weniger Akquisitionen erwarten sie hingegen in der Automobilindustrie, der Chemiebranche, dem Energiesektor und der Baubranche.

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