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Experten geben Tipps
Wie Private Equity auch für Privatanleger interessant sein kann
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Experten geben Tipps Wie Private Equity auch für Privatanleger interessant sein kann

Ein Mann und eine Frau sitzen im Café vor einem Tablet
Ein Mann und eine Frau sitzen im Café vor einem Tablet: Auch für Privatanleger kann sich eine Investition in Private Equity lohnen. | Foto: IMAGO / SuperStock

Ein erster wichtiger Grundsatz in Sachen Private Equity lautet: Potenzielle Investments, die noch nicht beweisen konnten, ob ein Geschäftsmodell funktioniert und am Markt angenommen wird, können zwar sehr interessant sein, beinhalten aber auch eine höheres Risikopotential.

Bei der Investition in verschiedene Märkte und Regionen sollten Anleger darauf achten, dass der Anbieter von Private-Equity-Beteiligungen auch über den entsprechenden Zugang und das Netzwerk zu erfolgreichen Private-Equity-Gesellschaften in diesen Märkten und Regionen verfügt. Märkte, die zwar wirtschaftlich interessant sein könnten, zu denen aber kein entsprechender Zugang besteht, sollten gemieden werden. Empfehlenswert ist darüber hinaus, dass nur in Fonds investiert wird, deren Teams schon seit Jahren erfolgreich sind und auf einen stabilen Track Record zurückblicken können.

 

Regelmäßige Investitionen sind ein Muss

Der wichtigste Grundsatz, der von vielen Marktteilnehmern interessanterweise nicht berücksichtigt wird, lautet, regelmäßig zu investieren. Viele Marktteilnehmer bieten in Boom-Zeiten Private-Equity-Fonds an und ziehen sich in Krisenzeiten vom Markt zurück. Ein Ansatz, mit dem ein konsequenter Portfolioaufbau nicht möglich ist.

Jede Krisensituation birgt auch immer attraktive Investitionsopportunitäten. So wurden einige der besten Beteiligungsmodelle in Krisenzeiten aufgelegt. Ausschüttungen sollten zudem dazu verwendet werden, neue Beteiligungen zu finanzieren, um die Investitionsquote in Private-Equity-Fonds auf dem gleichen Level zu halten.

Grundregel im Private Equity: Breit gestreut investieren 

Auch im Bereich Private Equity lautet eine wichtige Grundregel: Niemals alles auf eine Karte zu setzen. Gerade die Beteiligungsbranche bietet extrem viele Möglichkeiten zur Diversifikation. Dies beginnt beim Auflegungsjahr eines Fonds. Da sich die Investitionsperiode eines Fonds über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt, ist schon allein dadurch eine gewisse Risikostreuung gegeben.

Zudem sollte das Kapital auf mehrere Private-Equity-Gesellschaften verteilt werden, die in verschiedene Regionen und Währungen investieren und natürlich auch unterschiedliche Strategien verfolgen. Letztere beginnen bei der Investition in kleine Unternehmen, die sich zu Marktführern entwickeln können, bis hin zu Beteiligungen an großen Unternehmen, die ihre Marktstellung bereits erreicht haben.

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Beteiligungsmodelle eröffnen Privatanlegern Private Equity

Und für welche Kundinnen und Kunden kommt Private Equity in Frage? Grundsätzlich für alle, die unternehmerisch investieren möchten und bereit sind, für ein attraktives Renditepotenzial ein entsprechendes Risiko zu akzeptieren. Vermögensverwalter mit einem guten Zugang zu Private Equity können hier mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sie können beispielsweise das Kapital der Interessenten in Treuhandmodelle bündeln, da die erforderliche Mindestanlagesumme für einen einzelnen Investor meist zu hoch ist. Aber auch für Kunden, die die bei Treuhandmodellen erforderliche Mindestanlagesumme nicht aufbringen wollen, gibt es aufgrund neuer regulatorischer Anpassungen Möglichkeiten, in attraktive Beteiligungsmodelle zu investieren.

Private-Equity-Investitionen sind also nicht nur etwas für Profis, sondern mit dem richtigen Vermögensverwalter an der Seite auch eine sehr interessante Asset-Klasse für Privatanleger.


Thomas Frey (l.) und Sebastian Brandt
Thomas Frey (l.) und Sebastian Brandt © HRK Lunis

Über die Autoren:

Thomas Frey (l.) ist : Leiter der Produktentwicklung (Head of Product) beim Vermögensverwalter HRK Lunis.

Sebastian Brandt ist bei HRK Lunis als Manager für den Bereich Private Equity zuständig.

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