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Private-Equity-Studie: Investoren wollen 16 Prozent jährlich

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Dachfonds büßen bei Private-Equity-Investoren immer mehr an Popularität ein. Laut dem aktuellen Global Private Equity Barometer von Coller Capital planen 43 Prozent der nordamerikanischen, 35 Prozent der europäischen und 27 Prozent der asiatischen Private-Equity-Investoren in den kommenden drei Jahren, Geld aus ihren Dachfonds-Anlagen abzuziehen. Die Hälfte von ihnen begründet dies mit den hohen Kosten, ein Drittel mit enttäuschenden Renditen.

Auch die Zahl der Anleger, die Investitionen in neue Fonds ihres aktuellen Anbieters ablehnen, hat ebenso eine Rekordhöhe erreicht. Besonders deutlich zeigte sich dies bei den europäischen Investoren: 91 Prozent von ihnen gaben an, keine neuen Verträge bei ihrem Fondsanbieter abschließen zu wollen. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei 63 Prozent.

Diese Entscheidung scheint jedoch weniger mit einer geringer Risikobereitschaft als vielmehr mit der Unzufriedenheit von Private-Equity-Investoren mit den Anbietern zu tun zu haben. So gaben 81 Prozent der Befragten an, in den nächsten zwei bis drei Jahren zusätzliche Investitionsbeziehungen mit neuen Gesellschaften eingehen zu wollen.

Private-Equity-Fonds: Renditeerwartungen auf dem Niveau vom Winter 2005/2006

Die Erwartungen der Investoren an ihre Private-Equity-Fonds sind indes groß. 60 Prozent der Befragten erwarten im Jahr 2011 eine Rendite von 16 Prozent. Ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass ihre Anlagen in den nächsten drei bis fünf Jahren im Schnitt 16 Prozent jährlich und mehr abwerfen. „Dies stellt eine Rückkehr auf ein Niveau dar, wie es im Barometer vom Winter 2005/2006 beobachtet wurde“, so Coller Capital.

Wagniskapitalinvestitionen sehen die meisten Befragten hingegen eher pessimistisch. Ein Fünftel von ihnen meint, dass im nächsten Jahrzehnt kein Venture-Capital-Unternehmen konstant hohe Erträge erwirtschaften wird. Zwei Drittel der befragten Investoren sind der Ansicht, dass solche Erträge nur von wenigen Venture-Capital-Gesellschaften weltweit erzielt werden dürften. Nur 3 Prozent der Anleger glauben, dass europäisches Wagniskapital in den nächsten zehn Jahren konstant hohe Erträge liefern wird. Nachhaltigkeit spielt nur für europäische Investoren eine große Rolle

Ökologische und soziale Kriterien sowie eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung spielen nur für europäische Studienteilnehmer eine wichtige Rolle. Zwei Drittel der befragten Europäer sind der Meinung, dass diese Faktoren wichtig seien – während nur ein Fünftel der Nordamerikaner und ein Viertel der Befragten aus dem Asien-Pazifik-Raum der gleichen Ansicht sind.

Zur Studie: Insgesamt wurden 120 Investoren aus Europa, Nordamerika und der Region Asien-Pazifik befragt.

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