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Check-up für Privaten Krankenversicherungen: Die Solvenz der deutschen Anbieter hat sich im Durchschnitt zuletzt leicht verbessert. | © Thorben Wengert  / <a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Private Krankenversicherung (PKV)

Die 3 PKV-Anbieter mit den höchsten Solvenzquoten

Versicherungsunternehmen müssen über so viel Kapital verfügen, dass sie auch extreme Ereignisse überstehen. Das schreibt das EU-weite Aufsichtssystem Solvency II vor. Demnach ist die aktuelle Finanzstärke in dem jährlich zu erstellenden Solvency and Financial Condition Report (SFCR) anzugeben. Das sogenannte Drei-Säulenmodell von Solvency II und die Prinzipien und Funktionsweisen des neuen Aufsichtssystems zeigt der deutsche Versicherungsverband in einer Infografik (PDF-Download). 

Das prozentuale Verhältnis zwischen den vorhandenen Eigenmitteln zu den Kapitalanforderungen – dem sogenannten Solvency Capital Requirement (SCR) – zeigt die Bedeckungsquote. Laut Branchenverband GDV ist bei dieser Solvenzkennzahl ein Wert von 100 Prozent „mehr als genug“, denn die Kapitalreserven reichen demnach auch für Negativszenarien aus. Wenn die Bedeckungsquote hingegen unter 100 Prozent liegt, müsse die Versicherungsgesellschaft ihre Kapitalpuffer aufstocken.

Grafik: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Das Achtfache des Mindestwertes für die SCR-Quote erreichten Ende 2018 insgesamt sechs deutsche Anbieter privater Krankenversicherungen (PKV), zitiert das Versicherungsjournal aus einer aktuellen Analyse der Kölner Assekurata Assekuranz Rating-Agentur. Die verwendeten Daten stammen aus der Datenbank Solvencydata, die neben Angaben zur Solvenz von Krankenversicherern unter anderem auch Daten von Anbietern der Sparte Leben in Deutschland und Österreich enthält.

Mit mehr als das 20-Fache des von jedem PKV-Anbieter eingehaltenen Mindestwerts verzeichnet die Ottonova Krankenversicherung. Die auf den Online-Vertrieb setzende Gesellschaft aus München verbuchte in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Markteintritt Mitte 2017 Bruttoprämien von knapp unter einer Million Euro. Es folgen die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei (FAMK) und die Landeskrankenhilfe (LKH).

Diese Werte beziehen sich jeweils auf die Nettobetrachtung der SCR-Solvenzquoten, die im Branchenschnitt gegenüber dem Vorjahreswert um 2,7 Prozent auf 587 Prozent stiegen. Bei den Bruttoquoten werden hingegen auch Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassungen der Versicherer berücksichtigt. Der entsprechende Durchschnittswert der deutschen privaten Krankenversicherer hat sich aktuell laut Versicherungsjournal um 3,1 Prozent auf 605 Prozent verbessert.

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