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Private Krankenversicherung (PKV) PKV-Anbieter verlieren immer mehr Vollversicherte

Die Anbieter privater Krankenversicherungen (PKV) in Deutschland haben ihre Beiträge im vergangenen Jahr weitgehend stabil gehalten: Mit 1,9 Prozent liegt die Wachstumsrate der Beitragseinnahmen nur knapp über der Inflationsrate (1,8). Im Vorjahr hatte sie noch 4,8 Prozent betragen. Das berichten jetzt die Autoren des Map-Reports 910 „Bilanzanalyse Private Krankenversicherung“, den seit diesem Jahr vom Analysehaus Franke und Bornberg aus Hannover verantwortet.

Marktführer in der Betrachtung nach verdienten Beiträgen über alle Tarife hinweg (Voll-, Pflege-, Zusatzversicherungen) ist demnach die Debeka, gefolgt von DKV, Allianz, Axa und Signal Iduna. Von den Schwergewichten mit mehr als 1.000.000.000 Euro Beitragseinnahmen waren neben der Hansemerkur (5,1 Prozent) vor allem Huk-Coburg (4,7), Allianz (3,2) und Axa (2,4) auf Wachstumskurs. In den letzten zehn Jahren steigerte die Axa ihre Beitragseinnahmen sogar um 42,6 Prozent.

Weniger Vollversicherte

Als Sorgenkind der Branche bezeichnen die Studienautoren jedoch die Krankenvollversicherung: „Auch 2018 ist es den privaten Krankenversicherern nicht gelungen, den Bestandsabrieb zu stoppen.“ Der aktuelle Verlust von 17.100 Versicherten liege nur unwesentlich unter dem Wert für 2017 als 19.300 Vollversicherte weniger zu verzeichnen waren. Ihren Zenit hatte die PKV mit 8.976.400 Vollversicherten im Jahr 2011 erreicht. Seitdem sind es insgesamt 240.100 Vollversicherte weniger geworden.

„Die meisten Gesellschaften halten konkrete Zahlen zur Entwicklung ihres Neugeschäfts in der Vollversicherung noch immer unter Verschluss“, erklären die Studienautoren. „Aber es gibt auch positive Ausnahmen.“ So weise die Debeka in der Vollversicherung einen Neuzugang von 80.880 (Vorjahr: 78.830) Versicherten aus. Bei der Allianz waren es 8.592 Personen (Vorjahr 9.333). Allein diese beiden Unternehmen vereinnahmen knapp ein Drittel des Bruttoneuzugangs in der Vollversicherung.

Zehn der insgesamt 31 Anbieter mit Vollversicherten (ohne Vigo und Ottonova) konnten laut dem aktuell veröffentlichten Map-Report 910 ihre Bestände im vergangenen Jahr jeweils ausbauen. In absoluten Zahlen betrachtet, dominiert demnach die Debeka das Feld mit einem Plus von 32.870 Kunden, gefolgt von Hansemerkur (8.076), Signal Iduna (5.658) und Huk-Coburg (2.024). Mit diesem Zuwachs konnte die Debeka auch ihren Marktanteil nach Vollversicherten weiter ausbauen.

Der Vizesieger des Vorjahres konnte seinen Erfolg beim Bestandswachstum in der Vollversicherung aktuell hingegen nicht wiederholen: Die Axa verlor dem Map-Report 910 zufolge insgesamt 2.351 Vollversicherte. Die größten Bestandsverluste verzeichneten, wie in den Vorjahren, allerdings die Mitbewerber DKV (-18.410), Allianz (-10.615), Central (-6.896) und Bayerische Beamtenkranken (-6.855).

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