Fondsboutiquen haben herausfordernde Jahre hinter sich. Dennoch zieht der Markt für Neuauflagen an, zeigt der aktuelle Boutiquenfonds-Radar von Pro Boutiquenfonds. Die Beratungsgesellschaft beobachtet den Markt deutscher Boutiquenfonds und gibt vierteljährlich Zahlen zu den beliebtesten kleineren Fondsanbietern und ihren Produkten heraus – die neuesten Zahlen ermöglichen einen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Demnach lag das Gesamtvolumen der zehn größten im vergangenen Jahr neu aufgelegten Strategien zum Stichtag 31. Dezember bei fast 844 Millionen Euro – im Vorjahr kamen die Top-Ten-Newcomer mit 300 Millionen Euro auf eine deutlich geringere Summe. Der Anstieg sei insbesonders auf zwei größere, institutionell geprägte Fonds mit alternativen Investmentstrategien zurückzuführen, so die Erklärung von Pro Boutiquenfonds

Auffällig sei die Präsenz großer, etablierter Anbieter in der Rangliste: So ist Flossbach von Storch gleich mit zwei Produkten vertreten. Dem Asset Manager gelinge es damit, „gezielt neue Anlegergelder einzusammeln und den Abflüssen in etablierten Mischfondskonzepten zumindest teilweise entgegenzuwirken“, heißt es in der Analyse. Insbesondere der milliardenschwere Flossbach-Fonds Multiple Opportunities verlor jüngst stark an Volumen.

Trendthema aktive ETFs 

Ein Trendthema, das auch die Boutiquen erreicht hat: aktive ETFs. Insgesamt befinden sich unter den Fondsneuauflagen des Jahres 2025 vier aktive ETFs, die zusammen mehr als 80 Millionen Euro einsammeln konnten. Das verdeutliche die wachsende Bedeutung
dieses Vehikels auch für spezialisierte Anbieter, so die Analyse.

Die Fondsneuauflagen des Jahres 2025 zeigen, dass Fondsboutiquen ihre Produktentwicklung zunehmend an klaren Anlegerbedürfnissen ausrichten, analysiert Pro Boutiquenfonds. Entscheidend für den Markterfolg neuer Produkte seien Spezialisierung, institutionelle Anschlussfähigkeit und überzeugende Investmentthesen.

Aktienfonds dominieren die Neuauflagen 

Bei den Asset-Klassen liegen Aktienfonds im Gesamtjahr mit 41 Prozent aller Neuauflagen vorn. Mischfonds kommen auf 34 Prozent, Anleihenfonds auf 14 Prozent und alternative Strategien auf 9 Prozent. Im vergangenen Jahr haben Fondsboutiquen am deutschen Markt insgesamt 44 neue Strategien aufgelegt – im Vorjahr waren es 42.

 

Trotz der insgesamt herausfordernden Lage gelang es einigen neu aufgelegten Strategien, innerhalb weniger Monate Millionensummen bei Anlegern einzusammeln. Auf den ersten Platz hat es mit 276 Millionen Euro ein Strategiefonds geschafft, der auf verschiedene Anlageklassen sowie eine systematische Risikosteuerung setzt.

>>> Auf den folgenden Seiten zeigen wir, welche 2025 aufgelegten Fonds deutscher Fondsboutiquen das meiste Geld bei Anlegern einsammeln konnten (Stand: 31. Dezember 2025).