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Pyramidensystem Produkte, Kickbacks & Berater: Die 7 wichtigsten Fragen zur DVAG

Berater im Gespräch
Berater unterwegs: Ist die DVAG seriös? | Foto: Pexels / Andrea Piacquadio
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Wie verdient die DVAG Geld?

Im Jahr 2020 erzielte die Deutsche Vermögensberatung mit ihren 18.000 Handelsvertretern 1,98 Milliarden Euro Umsatz. Der Großteil davon sind Provisionen. Und wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, fließen in die DVAG-Kassen mittlerweile auch Gebühren von Fondsgesellschaften, die zulasten der Kunden gehen.

Und das geht so: Der Vertrieb berechnet die normalen Provisionen bei dem Versicherer Generali Leben, wenn er fondsgebundene Lebensversicherungen verkauft. Zusätzlich verlangt die DVAG Gebühren von den Fonds, in denen die Generali die Kundengelder anlegt, also sogenannte Kickbacks.

Diese Vorgehensweise ist in der Branche eher unüblich. Im Regelfall wird der Kunde darüber unterrichtet. Er bekommt zudem einen Teil der Kickbacks, die von den Fondsanbietern an die Versicherer fließen. Bei der DVAG ist das nicht der Fall.

Das moralische Problem besteht nun darin, dass ein DVAG-Berater ein besonderes Interesse daran haben kann, Policen mit solchen Fonds zu verkaufen, von denen die DVAG Kickbacks erhält.

Wie arbeitet die DVAG?

Berater der DVAG sind nicht angestellt, sondern Handelsvertreter. Das ist ein wichtiger Unterschied. Laut Handelsgesetz arbeitet ein Handelsvertreter als Selbstständiger. Er kann seine Tätigkeit und Arbeitszeit frei gestalten.

Die DVAG arbeitet als Strukturvertrieb aufgebaut. Das bedeutet, in der DVAG besteht ein Pyramidensystem. In diesem erhalten die jeweils in der Hierarchie Höherstehenden einen Teil der Einnahmen, die die darunter stehenden Mitarbeiter erwirtschafteten. Es gibt zahlreiche Berichte von Aussteigern, die eine sektenähnliche Kultur beschreiben. Auch Böhmermann verweist in seiner Sendung auf das Pyramidensystem.

Wem gehört die DVAG?

Reinfried Pohl gründete die DVAG im Jahr 1975. Andreas Pohl ist seit 2014 Vorsitzender des Vorstands. Bis heute ist die DVAG ein Familienunternehmen. Die Familie Pohl hält mehr als 60 Prozent der Anteile. 40 Prozent gehören der Versicherungsgruppe Generali.

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