Mark Ortmann ist Chef des ITA. Foto: ITA

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Produktinformationsblätter spärlich bei den Kosten

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Ergebnis: 40 Prozent schneiden mit gut oder sehr gut ab. Neun Blätter jedoch fallen durch den Rost. Das Gesamtergebnis setzt sich aus vier Parametern mit unterschiedlicher Gewichtung zusammen: Darstellung aller gesetzlich geforderten Inhalte (60 Prozent), Verständlichkeit (15 Prozent), Übersichtlichkeit und Knappheit (15 Prozent) und Kostenangaben (10 Prozent).

27 der insgesamt 37 Prüfkriterien betreffen den gesetzlich geforderten Inhalt. Etwa, ob das versicherte Risiko und die Haftungsausschlüsse korrekt dargestellt werden. Doch selbst vor vermeintlichen Kleinigkeiten machte das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge um Mark Ortmann nicht halt. So wurden auch der Schriftgrad, sowie die Satz- und Wortlängen geprüft. Oder ob Schlagwörter den trockenen Text übersichtlicher gestalten.

Ein wesentlicher Aspekt war der Kostenausweis. Und hier liegt offenbar noch einiges im Argen. Zwar weisen fast alle Anbieter die Abschlusskosten in einem Euro-Betrag aus. Doch bei den laufenden Kosten erfüllt rund ein Viertel der Unternehmen nicht die notwendigen Kriterien. Nicht mal 25 Prozent zeigen Transparenz hinsichtlich der sonstigen Kosten. Ein Versicherer jedoch schießt buchstäblich den Vogel ab: Er macht keinerlei Angaben zu irgendwelchen Kosten. Stattdessen verweist er seine Kunden auf den Versicherungsvorschlag.

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