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Produktinformationsblätter: Targobank führt Finanz-Ampeln ein

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„Mit den Farben grün bis rot signalisieren unsere Finanz-Ampeln, wie Laufzeit, Risiko und Rendite zusammenhängen", sagte Franz Josef Nick, Vorstandsvorsitzender der Targobank. Damit sollen die Bankkunden erkennen, welches Finanzprodukt für welches Anlageziel am besten geeignet sei.

Die zweiseitigen Informationsblätter werden monatlich aktualisiert. Sie werden im Rahmen der computergestützten Finanzberatung ausgehändigt und sollen demnächst auch auf der Website des Kreditinstitutes abgerufen werden können. Voraussichtlich Ende April sollen weitere Produktinformationen für geschlossene Fonds, Versicherungen für die Altersvorsorge und Zertifikate folgen.

Die Produktinformationen enthalten eine Risikobeschreibung sowie Informationen zu sämtlichen Kosten, Provisionen und Vergütungen, die beim Erwerb und während der Laufzeit eines Finanzprodukts anfallen - beispielhaft auch in absoluten Zahlen.

Ampelkennzeichnung in Branche umstritten

Finanz-Ampeln sind in der Branche höchst umstritten. Die Berater-Verbände haben eine solche Kennzeichnung mehrheitlich abgelehnt. Der Verkauf einer Broschüre „Ampelcheck Geldanlage“ der Verbraucherzentrale war zwischenzeitlich gar gerichtlich verboten worden.

Das Bundesverbraucherschutzministerium fordert von den Banken nachdrücklich eine freiwillige Selbstverpflichtung für ein Produktinformationsblatt. Die nun umgesetzte Lösung der Targobank orientiert sich den Angaben nach an den kürzlichen Empfehlungen des Bundesverbandes Deutscher Banken.

Ampeln für Eignung, Risiko und Insolvenzgefahr

Die drei Ampeln der Targobank im Detail: Die „Eignungs-Ampel“ signalisiert, ob ein Produkt für Anlageziele mit unterschiedlichen Zeithorizonten gut („grün“) oder nicht („rot“) geeignet ist. Die Bewertungen werden durch ein Risikomaß bestimmt, das auf der statistischen Auswertung historischer Kursdaten und auf qualitativen makroökonomischen Prognosedaten basiert. Dies wird vom Münchener Institut für Vermögensaufbau (IVA) berechnet.

Die „Risiko-Ampel“ veranschaulicht das von der Anlagedauer abhängige Risiko und nutzt hierfür ebenfalls das vom IVA entwickelte Risikomaß. Eine „Insolvenz-Ampel" informiert die Kunden über die potenziellen Auswirkungen, sollte der Emittent eines Produkts, zum Beispiel eine Bank oder eine Fondsgesellschaft, Insolvenz anmelden.

Hintergrund: Die Tochtergesellschaft der französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel betreut 3,4 Millionen Euro. Deutschlandweit beschäftigt sie rund 6.600 Mitarbeiter. Die ehemalige Citibank gehört seit Dezember 2008 zur Crédit Mutuel-Bankengruppe.

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