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Profi-Investoren sind mit Private Equity unzufrieden

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Dies geht aus der aktuellen Studie der britischen Investmentgesellschaft Coller Capital hervor. Dabei wurden zwischen September und Oktober dieses Jahres 108 institutionelle Investoren befragt.

Trotz aller Verwerfungen der Finanzkrise glaubten institutionelle Investoren im vergangenen Winter noch an die Beteiligungsbranche. Nun scheint dieser Glaube zu schwinden. Noch nicht einmal 20 Prozent der Befragten haben derzeit vor, ihre Portfoliopositionen im Bereich Private Equity im kommenden Jahr weiter auszubauen. Im vergangenen Winter waren es immerhin noch 40 Prozent.

Doch richtig „abgestraft“ werden Private Equity Fondsmanager trotzdem nicht. Lediglich 10 Prozent der professionellen Anleger wollen in den nächsten 12 Monaten ihren in die Beteiligungsbranche investierten Portfolioanteil deutlich verringern; die meisten lassen alles beim Alten.

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Dabei ist die Unzufriedenheit der Institutionellen mit ihren Private Equity Investments groß. Fast alle (rund 85 Prozent) bemängeln die schlechte Performance ihrer Beteiligungsfonds. Lediglich 29 Prozent der Investoren rechnen in den nächsten drei bis fünf Jahren mit Renditen von mehr als 16 Prozent – im Vorjahr gingen noch 43 Prozent der Anleger davon aus.

79 Prozent der Befragten kritisieren zudem die Fondsbedingungen (im Winter 2008/09 waren es nur 57 Prozent). Jeweils 76 Prozent vermissen Kontinuität, eine transparente Informationspolitik und sehen massive Interessenkonflikte in den Chefetagen der Beteiligungsgesellschaften.

Zwei Drittel aller Investoren haben in Folge der Krise das Management ihrer Private-Equity-Engagements verändert. 60 Prozent von ihnen sind jetzt weniger risikobereit. Etwa die Hälfte hat das Prüfungsverfahren vor einem Neuinvestment (Due Diligence) verschärft. Ebenfalls die Hälfte fordert ein besseres Reporting von ihren Fondsmanagern. Zudem haben 40 Prozent der Investoren ihre eigenen Teams verstärkt.

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