Profi-Investoren sind mit Private Equity unzufrieden
Trotz aller Verwerfungen der Finanzkrise glaubten institutionelle Investoren im vergangenen Winter noch an die Beteiligungsbranche. Nun scheint dieser Glaube zu schwinden. Noch nicht einmal 20 Prozent der Befragten haben derzeit vor, ihre Portfoliopositionen im Bereich Private Equity im kommenden Jahr weiter auszubauen. Im vergangenen Winter waren es immerhin noch 40 Prozent.
Doch richtig „abgestraft“ werden Private Equity Fondsmanager trotzdem nicht. Lediglich 10 Prozent der professionellen Anleger wollen in den nächsten 12 Monaten ihren in die Beteiligungsbranche investierten Portfolioanteil deutlich verringern; die meisten lassen alles beim Alten.
DER FONDS
79 Prozent der Befragten kritisieren zudem die Fondsbedingungen (im Winter 2008/09 waren es nur 57 Prozent). Jeweils 76 Prozent vermissen Kontinuität, eine transparente Informationspolitik und sehen massive Interessenkonflikte in den Chefetagen der Beteiligungsgesellschaften.
Zwei Drittel aller Investoren haben in Folge der Krise das Management ihrer Private-Equity-Engagements verändert. 60 Prozent von ihnen sind jetzt weniger risikobereit. Etwa die Hälfte hat das Prüfungsverfahren vor einem Neuinvestment (Due Diligence) verschärft. Ebenfalls die Hälfte fordert ein besseres Reporting von ihren Fondsmanagern. Zudem haben 40 Prozent der Investoren ihre eigenen Teams verstärkt.
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