Professionelle Anleger streuen etwas breiter als noch vor einem Jahr und reduzieren damit ihre Abhängigkeit von wenigen Schwergewichten. Das zeigt die aktuelle Auswertung von Universal Investment.
Die zehn größten Aktienpositionen in den Portfolios der Fondsinitiatoren machen Ende Dezember 2025 8,2 Prozent des Gesamtvolumens aus – nach 9 Prozent Ende 2024. Zwischenzeitlich war die Konzentration mit 7,86 Prozent Mitte 2025 noch niedriger.
Das verwaltete Aktienvermögen auf der Plattform stieg dabei von 84,3 Milliarden Euro Ende 2024 auf 93,9 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Universal Investment analysiert seit 14 Jahren die Publikumsfonds auf seiner Plattform und beobachtet damit die Anlagestrategien der Profis.
Die verhaltene Umschichtung in den Portfolios spiegelt die Unsicherheit an den Märkten wider. Geopolitische Spannungen und unklare wirtschaftliche Perspektiven erschweren strategische Entscheidungen. Fondsmanager setzen daher auf Kontinuität bei ihren größten Positionen – auch wenn die globale Diversifikation zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Microsoft bleibt vorne – Allianz steigt auf
Microsoft verteidigt Platz eins, verliert aber leicht an Gewicht. Dahinter folgen Alphabet und Nvidia, die beide zulegen konnten. Amazon, Apple, Visa und SAP büßten im Vergleich zum Vorjahr dagegen etwas ein.
Sechs US-Konzerne dominieren die Top 10. Mit SAP und der Allianz sind aber auch zwei deutsche Unternehmen vertreten. Die Allianz schaffte es neu in die Spitzengruppe und verdrängte Berkshire Hathaway von Platz zehn.
Im Vergleich zur Auswertung von Mitte 2025 ist auch die Münchener Rückversicherung aus den Top 10 verschwunden. Dafür kehrten Apple und Visa zurück, die ein halbes Jahr zuvor nicht mehr unter den zehn größten Positionen waren.
Fehlende Orientierung wegen Geopolitik
„Vor dem Hintergrund der dynamischen geopolitischen Entwicklungen fehlt es wohl den Märkten und damit auch den Profianlegern etwas an Orientierung“, sagt Mathias Heiß, Deutschland-Chef von Universal Investment. Die US-Unternehmen blieben extrem dominant, die Verschiebungen fielen gering aus. Die globale Diversifikation beschäftige die meisten Profis. „Es wird ein spannendes Jahr“, so Heiß.