Ölpest im Nigerdelta: Die Luftaufnahme zeigt Umweltschäden in dem afrikanischen Fluss Niger. Als einer der Hauptverantwortlichen gilt der Konzern Shell, der dort Öl fördert. Foto: Getty Images

Profit um jeden Preis

Das sind die schmutzigsten Branchen der Welt

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Sklaverei, Kinderarbeit, brennende Urwälder, vergiftete Flüsse – wer glaubt, dass diese Themen im 21. Jahrhundert erledigt seien, dem muss man deutlich sagen: Nein, sind sie nicht. Noch immer beuten Unternehmen Menschen, Tiere und Natur aus, ohne auch nur mal kurz an die Zukunft zu denken.

Eine traurige Hitliste liefert das sogenannte Kontroversen-Screening des Analysehauses Oekom Research. Grundlage dafür ist der UN Global Compact, eine Selbstverpflichtung, die derzeit weltweit rund 9.700 Unternehmen unterschrieben haben. Darin stehen zehn Prinzipien aus den Kategorien Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Anti-Korruption.

Oekom Research durchforstet Medien und Material von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen danach, welche Unternehmen gegen die Prinzipien verstoßen. Trauriger Spitzenreiter ist der Palmöl-Händler Wilmar International aus Singapur, der im Jahr 2016 alle bisherigen Rekorde brach, unter anderem, weil er massenhaft Urwälder für Ölpalmenplantagen roden lässt.

Das brasilianische Bergbauunternehmen Vale schnitt am zweitschlechtesten ab. Es hat unter anderem die größte Umweltkatastrophe in Brasilien bislang zu verantworten, als 2015 am Rio Doce zwei Dämme eines Rückhaltebeckens brachen. 60 Millionen Kubikmeter Schlamm mit Aluminium, Blei, Kupfer, Arsen und Quecksilber ergossen sich in den Fluss.

Die folgenden Diagramme zeigen, welche Branchen mit welchen Prinzipien am stärksten auf Kriegsfuß stehen.

Los geht es mit verhaltensauffälligen Branchen auf Basis aller vier Kategorien des UN Global Compact.

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