Computersimulation des Neubaus der <br> Deutsche Börse AG in Eschborn

Computersimulation des Neubaus der
Deutsche Börse AG in Eschborn

Projektentwicklungen zum Anfassen

„Je früher sich Anleger an in der Wertschöpfungskette einer Immobilie beteiligen, desto höher sind ihre Ertragsaussichten“, sagt Angelika Kunath, Geschäftsführerin beim Fondshaus Hamburg. Die typischen Risiken der Projektentwicklung, so das Konzept des FHH Real Estate 5 Aktiv Select Deutschland, sollen allerdings mehrheitlich beim Entwickler bleiben. „Wir steigen in das Projekt erst ein, wenn das Grundstück erworben, die Baugenehmigung erteilt ist, mindestens 40 bis 50 Prozent der Flächen vermietet sind und eine Fremdfinanzierung steht“, so Kunath. Eine Bankzusage sei heutzutage eine weitere fundierte Risikoprüfung neben der eigenen intensiven Projektprüfung. Der Fonds ist demnach noch möglichen Risiken bei der Fertigstellung ausgesetzt, das Kostenrisiko will Kunath durch eine eigene Plausibilitätsprüfung weitgehend ausschalten. Bleibt noch das Vermarktungsrisiko und das Verkaufsrisiko, wobei letzteres jeder geschlossene Fonds tragen müsse, wie Kunath betont. Um das Risikoprofil des Fonds weiter zu verbessern, erhalten die Anleger neben der Gewinnbeteiligung eine Vorabvergütungen oder partizipieren überproportional am Projektgewinn. Der Clou des Fonds, der eigentlich auf Zukunftsideen setzt: „Bei Vertriebstart im April kann der Fondsprospekt drei bis vier Vorhaben konkret beschreiben“, freut sich Kunath. Neben dem Neubau der Deutsche Börse AG in Eschborn bei Frankfurt/Main, der im Herbst dieses Jahres Richtfest feiert, werden vorrausichtlich zwei bis drei weitere Büro- und Einzelhandelsimmobilien in zentralen Innenstadtlagen von Stuttgart, Hannover und gegebenenfalls noch einmal Frankfurt vom Fonds mitfinanziert. „Die Idee zu einem Projektentwicklungsfonds diskutiere ich schon seit ein paar Jahren mit Geschäftspartnern aus unserem Netzwerk. Doch erst jetzt ist Zeit reif für alternative Finanzierungsoptionen. Die Projektentwickler kommen mit tollen Plänen auf uns zu, wir geben ihnen mit unserem Eigenkapital mehr Spielraum, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen“, erläutert Kunath. Das Fondsvolumen wird ein- bis zweimal während der mit sechs Jahren angesetzten Laufzeit reinvestiert. Fremdkapital wird nicht aufgenommen. Erste Rückflüsse aus dem Verkauf des Deutsche-Börse-Gebäudes werden für 2010 erwartet. Die angestrebte Rendite von 9 bis 11 Prozent unterliegt der Abgeltungssteuer.

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