Provisionsverbot kontraproduktiv Das sagen Fondsvertriebs-Chefs über Mifid II

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Holger Schröm, Executive Director, Leiter des Teams zur Betreuung freier Finanzdienstleister bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt 

Welche Regelungen im Rahmen von Mifid ll finden Sie gut und sinnvoll?

Regulierung ist als eine Anforderung an professionelle Anbieter zu verstehen. Wesentlich ist es, die Implikationen neuer Regularien sowohl aus Sicht unserer Industrie wie aber auch der Berater zu verstehen. Beispielsweise ist es für uns als Industrie von großer Relevanz, die Definition des Zielmarkts in der Mifid II zu verstehen und möglichst über die Produktgruppen eines Beraters hinweg eine einheitliche Lösung zu finden.

Für uns als Fondsindustrie ist es sicherlich eine Chance, in den Abstimmungen deutlich zu machen, dass unsere Produkte als Treuhandvermögen bereits hochreguliert sind und bereits heute größtmögliche Transparenz für Anleger bieten. 

Welche konkreten Folgen von Mifid ll ergeben sich für den Vertrieb? An welchen Stellen besteht Handlungsbedarf und wie werden Sie sich darauf einstellen? 

Da Teile der neuen Regulierung speziell für uns als Asset Manager relevant sind, jedoch andere Teile stärker den Vertrieb betreffen, ist es uns wichtig, etwaige Herausforderungen der Umsetzung aus Sicht der Beraterinnen und Berater zu verstehen. Wir müssen nachvollziehen, wie die Anforderungen in der kompeteten Wertpapierberatung aussehen und welche Schnittstellen unsererseits zu berücksichtigen sind.