Mehmet Göker, Quelle: dpa

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Provisionsvorschüsse: Axa verklagt Mehmet Göker

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Im Detail geht es um Provisionsvorschüsse, die die Axa an Mehmet Göker bezahlt hatte. Zum vereinbarten Geschäftsumfang kam es dann aber nicht mehr. Die MEG AG hatte im Oktober 2009 Insolvenz erklärt.

Der umstrittene Vertriebschef war nicht vor Gericht erschienen. Laut einem Bericht der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) hatte die Axa zudem wichtige Unterlagen nicht beigebracht. Die 7. Zivilkammer des Landgerichts Kassel vertagte sich daher. Das Urteil soll am 1. April verkündet werden.

Die Axa-Krankenversicherung fordert von Mehmet Göker 750.000 Euro. Über diese Summe hatte Göker der Versicherung eine persönliche Haftungserklärung abgegeben, mit der er für Provisionsvorschüsse bürgte. Laut HNA habe die Axa allein im Jahr 2008 Vorschusszahlungen von 2,5 Millionen Euro geleistet, im Jahr der Insolvenz 2009 sollen es 6 Millionen Euro gewesen sein.

Die Axa hat darüber hinaus weitere 6 Millionen Euro als Forderungen im laufenden Insolvenzverfahren gegen die MEG angemeldet.

Im Dezember letzten Jahres waren bereits drei Ex-Führungskräfte der MEG dazu verurteilt worden, insgesamt 3,4 Millionen Euro an Provisionsvorschüssen an eine andere Krankenversicherung zurückzuzahlen.

Göker selbst war dazu verurteilt worden, an die Allianz-Krankenversicherung 125.000 Euro zu zahlen. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Göker beim Oberlandesgericht Frankfurt in die Berufung geht (Aktenzeichen 15 U 29/10).

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