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Lebensversicherungen Versicherte beschweren sich über Run-off-Gesellschaft

Gebäude der Viridium Holding in Neu-Isenburg
Gebäude der Viridium Holding in Neu-Isenburg: Das Handelsblatt berichtet aktuell über den Fall einer Kundin der Viridium-Tochtergesellschaft Proxalto, die auf die Auszahlung ihres fälligen Rentensparvertrags der Volksfürsorge wartet. | Foto: Viridium Gruppe

Seit knapp drei Jahren tritt die Generali Leben hierzulande unter dem Namen Proxalto auf. Denn ihr Bestand an Lebensversicherungen ging wenige Monate zuvor auf die Viridium Gruppe über. Die mehr als drei Millionen Verträge mit einem Vermögen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro werden von dem Verwalter langfristig fortgeführt. 

Damit sind die Bestandsabwickler ohne eigenes Neugeschäft unter anderem dafür zuständig, fällige Lebensversicherungen auszuzahlen. Genau hierbei gebe es aber vermehrt Probleme: Viele Versicherte beschweren sich aktuell über verzögerte Zahlungen. So berichtet jetzt das Handelsblatt über den Fall einer betroffenen Proxalto-Kundin.

Kunden bemängeln Service 

Sehr negativ fällt auch das Urteil aus, das Proxalto-Kunden auf der Online-Plattform Trustpilot abgegeben haben: Mit einem „Trust Score“ von 1,5 geben sie dem Anbieter mit ihren 65 Bewertungen lediglich die Note „Ungenügend“. ein Nutzer schreibt, er denke sogar darüber nach, „ob eine Strafanzeige wegen Betrugs“ sinnvoll erscheine. 

Ein anderer warnt: „Finger weg von diesem Unternehmen!“ Seine Begründung: „Unfassbarer mieser Kundendienst. Es wurde nie geantwortet, nie! Nur bei telefonischer Kontaktaufnahme meinerseits mürrische, unfreundliche Auskünfte und ständig geänderte Anforderung zur Auszahlung.“ Er vermute daher „monatelange Verzögerungstaktikten“. 

 

Auf Anfrage von DAS INVESTMENT engegnet ein Viridium-Sprecher, dass der Lebensversicherer die Kundengelder „bedingungsgemäß und korrekt“ und „unter Berücksichtigung marktüblicher Fristen“ auszahle. „Wenn in Einzelfällen Verzögerungen auftreten, werden die entsprechenden Prozesse und die Auszahlungen so zügig wie möglich durchgeführt.“  

Mögliche Ursache für Verzögerungen sei einerseits, dass nicht alle erforderlichen Unterlagen in korrekter Form vorliegen und die vorgeschriebenen Prüfungen abgeschlossen sind. Andererseits habe Proxalto seine IT-Systeme modernisiert. Dabei komme es „in Einzelfällen zu temporären Unterbrechungen bei Geschäftsvorfällen“.  

Zuletzt sei bei Proxalto eine „niedrige dreistellige Zahl an Fällen mit Wirksamkeitsdatum Juli anhängig, in denen es zu Verzögerungen bei Auszahlungen nach Abläufen kommt“, gibt er zu. „Wir bedauern jeden Einzelfall und setzen alles daran, jeden Geschäftsvorfall in kürzester Zeit abzuschließen. Dabei stellen wir sicher, dass Kunden keine finanziellen Nachteile entstehen.“  

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