Prozess um Zinsmanipulation

Deutsche Bank muss Händler wieder einstellen

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Die größte deutsche Bank unterlag jetzt mit dem Versuch, eine entsprechende Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt aufheben zu lassen. Das Hessische Landesarbeitsgericht bestätigte, dass die Bank andernfalls ein Zwangsgeld in Höhe eines Monatsgehalts für jeden der vier Männer zahlen muss, erklärte dessen Sprecher Wolfram Henkel.

Aufsichtsbehörden in aller Welt untersuchen derzeit, ob mehr als ein Dutzend Banken - darunter auch die Deutsche Bank - illegal zusammenwirkten, um Zinssätze zu manipulieren. Gegen Barclays Plc, UBS AG, Royal Bank of Scotland Group Plc und andere Banken sind Geldstrafen in Höhe von insgesamt 6 Mrd. Dollar verhängt worden, weil sie den Londoner Interbankensatz Libor manipulierten.

Armin Niedermeier, ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt, wollte die Entscheidung nicht kommentieren.

Bei den vier Händlern handelt es sich um zwei Managing Directors, einen Vice President und einen Director. Die monatlichen Gesamtbezüge der vier Männer, die im Februar 2013 im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Manipulation von Benchmark- Zinssätzen entlassen worden waren, betragen zwischen 10.833 Euro und 22.083 Euro, wie aus den Urteilsgründen des Arbeitsgerichts hervorgeht.

Die Männer, deren Namen nicht genannt wurden, nahmen laut Deutscher Bank im November wieder eine Tätigkeit in dem Kreditinstitut auf. Im jetzt entschiedenen Verfahren hatten sie geltend gemacht, sie seien nicht auf ihren ursprünglichen Stellen eingesetzt worden.

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