Publikumsfonds für institutionelle Anleger: Beliebt, aber undurchsichtig

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Wie die neueste Studie des Marktforschungsinstituts Kommalpha ergab, erfreuen sich Publikumsfonds bei professionellen Anlegern zunehmender Beliebtheit. 21 Prozent der befragten Fondsanbieter geben an, mehr als 50 Prozent institutionelles Geld in ihren Publikumsfonds zu halten. 70,7 Prozent der 192 befragten institutionellen Investoren bewerten die aktuelle Bedeutung der Publikumsfonds als „sehr hoch“ oder „hoch“.

Besonders hohe Anforderungen stellen professionelle Anleger laut der Studie an die Kosteneffizienz und Transparenz der ursprünglich für Privatanleger konzipierten Anlageklasse. Doch gerade daran mangelt es nach Ansicht der Forscher den institutionellen Publikumsfonds. Denn weder Interessenverbände noch Fondsdatenanbieter hätten bisher größere Anstrengungen unternommen, Informationen zu dieser Produktgattung zu sammeln und zu veröffentlichen.

„Für den institutionellen Investor gibt es bislang wenig Möglichkeit zu prüfen, ob er zu viel für seine Tranche zahlt“, so die Kommalpha-Forscher weiter. Ferner wisse ein professioneller Anleger in der Regel nicht, wie viele andere institutionelle Investoren ebenfalls in dem Produkt investiert sind.

Hintergrundinfo: Unter institutionellen Publikumsfonds verstehen die Kommalpha-Forscher Produkte, die neben privaten auch institutionellen Anlegern — mit individuellen Konditionsvereinbarungen — offen stehen und über keine Extra-Tranche für institutionelle Kunden verfügen.