Offene Publikumsfonds in Deutschland verzeichneten in den ersten neun Monaten dieses Jahres Zuflüsse von 68,5 Milliarden Euro – der höchste Wert seit vier Jahren. Nur im Rekordjahr 2021 waren die Zuflüsse mit 85,8 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten höher, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mitteilt.
Schwerpunkt auf Aktien und ETFs
Aktienfonds erhielten 37,0 Milliarden Euro frisches Kapital, wobei 33,5 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs entfielen. Allein im dritten Quartal sammelten Aktienfonds 17,0 Milliarden Euro ein – mehr als doppelt so viel wie im zweiten Quartal. Das Vermögen in ETFs stieg von 423,9 Milliarden Euro Ende Juni auf 460,7 Milliarden Euro Ende September.
Rentenfonds verzeichneten Zuflüsse von 26,7 Milliarden Euro. Dabei dominierten Fonds mit Anleihen bis zu drei Jahren Restlaufzeit und solche mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen. Geldmarktfonds erhielten 6,5 Milliarden Euro, Mischfonds 2,8 Milliarden Euro.
Aus Immobilienfonds flossen 5,7 Milliarden Euro ab. Allein im dritten Quartal waren es 2,1 Milliarden Euro.
Verwaltetes Vermögen auf Höchststand
Das von Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen für Anleger in Deutschland erreichte 4.756 Milliarden Euro – 6 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Den größten Anteil stellen offene Spezialfonds für institutionelle Anleger mit 2.253 Milliarden Euro. Hierzu zählen vor allem Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer.
In offenen Publikumsfonds verwalten die Gesellschaften 1.782 Milliarden Euro. Bei Publikumsfonds führen Aktienfonds mit 887 Milliarden Euro. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihr Volumen im Schnitt um knapp 12 Prozent jährlich. Mischfonds verwalten 378 Milliarden Euro, Rentenfonds 292 Milliarden Euro.

