„Quantfonds kamen mit irrationaler Situation nicht zurecht“

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Die weltweiten Aktienmärkte liegen gemessen am MSCI Welt derzeit noch 8 Prozent unter ihrem Wert vom Jahresbeginn. Noch härter traf es viele Fonds, die von Kollege Computer gemanagt werden. „Das relativ schlechte Abschneiden der Quantfonds bis Ende Januar diesen Jahres lag vor allem an mangelnder Liquidität im Markt - als Folge der US-Hypothekenkrise“, erklärt Arndt Nicolaus, Manager des LRI Invest Alpha Dynamic € (WKN: A0LGCU).

Zahlreiche quantitativ gemanagte Hedge-Fonds mussten sich von Aktien aus ihren Portfolios trennen, um kurzfristig und schnell Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Außerdem waren sie gezwungen sich mit Aktien am Markt einzudecken, die sie zuvor leerverkauft hatten“, so Nicolaus weiter. „Diese Entwicklung führte gerade bei Qualitätswerten zu erhöhtem Verkaufsdruck und wurde durch die gleichzeitig auftretenden anormalen Käufe von Short-Kandidaten verstärkt. Als Folge davon entwickelten sich vergleichsweise unattraktive Wertpapiere besser als der breite Markt. Mit dieser irrationalen Situation kamen einige Quantfonds nicht so gut zurecht.“

Doch an diesen Umständen habe sich zwischenzeitlich etwas geändert, sagt Nicolaus: „Es lastet derzeit kein zusätzlicher Verkaufsdruck mehr auf aussichtsreichen Aktien. Einige Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Finanzkrise überstanden ist. Damit sollte sich die Lage an den Aktienmärkten wieder normalisieren.“

Davon dürften laut Nicolaus Quantfonds profitieren: „Computermodelle können die Qualitätsmerkmale für eine große Zahl von Aktien konsistent analysieren. Im Vordergrund stehen bei den quantitativen Anlagestrategien vor allem Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Gewinndynamik. Das ist wichtig, denn die Aktienkurse von Firmen mit starken Fundamentaldaten legen langfristig überdurchschnittlich zu.“

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