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Hält die Weltwirtschaft am Laufen: Danske Bank AMs Investmentstratege Lars Skovgaard Andersen sieht Jerome Powell und die US-Notenbank Fed als wichtigen Faktor für das Wirtschaftswachstum. | © Danske Bank AM

Quartalsausblick Danske Bank AM Die Zentralbanken halten die Weltwirtschaft über Wasser

Die Zentralbanken halten momentan das Wirtschaftswachstum und die Aktienmärkte über Wasser - mit Unterstützung der Verbraucher. Trotz einer kleineren Flut an Unsicherheitsfaktoren rund um den Globus sehen wir weiterhin gutes Renditepotenzial bei Aktien, doch gleichzeitig kann der Wert von Anleihen aktuell kaum überschätzt werden, obwohl die Zinsen historisch niedrig sind.

So lautet das übergeordnete Fazit im neuen Quartalsbericht „Quarterly House View“ von Danske Bank Asset Management, in dem Investmentstratege Lars Skovgaard Andersen die aktuellen Chancen und Risiken für Anleger beleuchtet. Hier lesen.

Obwohl es aktuell zahlreiche politische und geopolitische Unsicherheitsfaktoren gibt, darunter den Handelskrieg und den Brexit, behält Danske Bank eine kleine Übergewichtung in Aktien und eine entsprechende Untergewichtung in Anleihen bei.

Danske Bank Asset Management ist davon überzeugt, dass sich die Weltwirtschaft unter der aufgewühlten Oberfläche trotz allem nach wie vor in die richtige Richtung bewegt, obwohl die Unsicherheit viel größer ist als noch vor einem halben Jahr. Der Privatkonsum, der von einer hohen Beschäftigung und steigenden Löhnen angetrieben wird, unterstützt die Wirtschaft weiterhin. Gleichzeitig haben der Handelskrieg und das nachlassende Wachstum die Zentralbanken zu einer Lockerung der Geldpolitik veranlasst. Dies gibt der Weltwirtschaft bildlich gesprochen eine lebenswichtige Spritze - und damit auch unseren Erwartungen, dass Aktien weiterhin ein größeres Renditepotenzial als Anleihen haben.

Größtes erwartetes Renditepotenzial in den USA

Der Asset Manager geht davon aus, dass US-Aktien im kommenden Jahr die höchste Rendite abwerfen werden. Bislang haben US-Aktien bei einer Eskalation des Handelskriegs generell besser abgeschnitten als andere Aktienmärkte und auch der Konsum scheint in den USA am stärksten zu sein. Dies rechtfertigt die höheren Bewertungen von US-Aktien im Vergleich zu anderen Märkten, so wie die höheren Bewertungen auch abdecken, dass die USA unter anderem mehr Wachstumsunternehmen im Technologiebereich haben. Zugleich hat die US-Notenbank (Fed) mehr Munition auf Lager als die Europäische Zentralbank.

Obwohl die Zinsen sehr niedrig sind, sind Anleihen als Blitzableiter in einem Portfolio wichtig, falls die Aktienmärkte eine größere Korrektur erleben. In diesem Fall behaupten sich die Kurse von den sichersten Anleihen, wie zum Beispiel dänischen und deutschen Staatsanleihen, üblicherweise gut oder verzeichnen einen Anstieg.

So wie die Geldpolitik eine lebenswichtige Spritze für die Weltwirtschaft ist, sind Anleihen die Spritze, die Ihr Portfolio gesund und stark hält - und das kann in der kommenden Zeit besonders nötig sein, da wir vermutlich weiterhin bedeutende Kursschwankungen an den Aktienmärkten erleben werden.

Attraktive Anleihen in den Schwellenländern

Anleihen sorgen aber nicht nur für Stabilität. In den riskanteren Segmenten der Anleihenmärkte sieht Danske Bank Asset Management attraktives Renditepotenzial bei Schwellenländeranleihen, vor allem bei Staatsanleihen. Sie bieten die Möglichkeit für eine erhebliche Mehrrendite im Vergleich zu Staatsanleihen aus den Industriestaaten.

Obwohl einzelne Schwellenländer, wie aktuell zum Beispiel Argentinien, häufig vor großen Herausforderungen stehen, erscheint diese Anlageklasse unserer Ansicht nach momentan insgesamt recht robust und wird unter anderem von den allgemein gesunden Staatshaushalten und den sinkenden Zinsen in den USA unterstützt.Die niedrigeren US-Zinsen kommen den vielen Schwellenländern zugute, deren Schulden auf US-Dollar lauten. Wir sehen das größte Potenzial bei Schwellenländeranleihen, die in Hartwährung wie US-Dollar oder Euro emittiert wurden. Diese Papiere generieren aktuell eine durchschnittliche Rendite von 5,3 Prozent, während die meisten dänischen und deutschen Staatsanleihen dagegen negative Zinsen abwerfen. Das Risiko ist natürlich aber auch deutlich höher.

Es kann beispielsweise passieren, dass die Schwellenländer geschwächt werden und die Kurse von Schwellenländeranleihen zurückgehen, wenn sich der Handelskrieg in die Länge zieht oder weiter eskaliert. Andererseits erwarten wir aber, dass die anhaltende Suche der Anleger nach Rendite in einem Niedrigzinsumfeld dazu beitragen wird, die Anlageklasse zu stützen.

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