Quirin Bank mit neuem Anlagekonzept

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Der Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an die amerikanischen Ökonomen Lars Peter Hansen, Eugene Fama und Robert Shiller. Die Erkenntnisse der beiden Letzteren verarbeitet die Quirin Bank zu einem neuen Anlagekonzept. Beide Ökonomen stellen laut Quirin sich widersprechenden Thesen auf. Fama sagt, dass die Finanzmärkte funktionieren und effizient sind. Shiller dagegen meint, die Finanzmärkte seien irrational und von der Angst und Gier der Anleger geprägt.

Das neue Anlagekonzept des Berliner Finanzinstituts basiert auf drei Teilportfolios: Markt, Meinung und Wissen. Das Basisportfolio „Markt“ folgt der Erkenntnis von Fama, der in seinen Studien bestätigt hat, dass dauerhaft kein Anleger und auch kein aktiver Vermögensmanager den Markt schlagen kann. Deshalb setzt die Quirin Bank in diesem Portfolio-Baustein auf ausgewählte Indexfonds, die die globalen Aktien- und Rentenmärkte abbilden.

Für den „Meinungsbaustein“ stehen vier unterschiedliche Szenarien zur wirtschaftlichen Entwicklung zur Verfügung. Makro-ökonomische Rahmendaten liefern eine Entscheidungshilfe bei der strategischen Ausrichtung des Portfolios. Dabei können die individuellen Präferenzen des Anlegers abgebildet werden, etwa die Angst vor dem Auseinanderbrechen des Euro oder auch vor Inflation.

Im Teilportfolio „Wissen“ nutzt Quirin die von Shiller unterstellte „Irrationalität der Märkte“, um Zusatzrenditen zu erwirtschaften. Dies können neben der Emotionalität der Anleger beispielsweise auch politische Eingriffe oder regulatorische Maßnahmen sein, die zeitweise Einfluss auf die Kapitalmärkte sowie den Kurs von Aktien und Anleihen haben.

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