Quirin Bank zieht sich aus WM ETF zurück

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Bisher bestimmen drei Parteien die Geschicke des WM ETF: Vertreter der Deutschen Bank, der Quirin Bank und Andreas Beck, Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau. Aus diesen drei Kräften besteht das Indexkomitee, das mindestens vier und maximal achtmal im Jahr den Quirin Wealth Management Total Return Index zusammensetzt.

Der Name Quirin fällt nun raus, weil sich die Bank gut ein Jahr nach dem offiziellen Start aus dem Produkt zurückzieht. „Wir wollen damit dokumentieren, dass die Unabhängigkeit der Quirin Bank unser oberstes Prinzip ist und bleibt", begründet Christian Kreuser, Leiter Private Banking, den Schritt. Übrig bleiben Beck und die Deutsche Bank. Letztere will das Produkt nun in die eigene ETF-Palette von DB X-Trackers einbinden und im kommenden Jahr aktiv vermarkten.

Mit einem Fondsvolumen von 46 Millionen Euro ist der Fonds auch heute kein Flop. Auch die Wertentwicklung kann sich sehen lassen; nicht zuletzt, weil das Indexkomitee die Trendwende im März nicht verpasst hat. Rund 30 Prozent Wertzuwachs seit Jahresbeginn sind für einen Mischfonds in Ordnung.

Denn nichts anderes ist der WM ETF in Wahrheit: Der Index, den der Fonds abbildet, besteht aus mindestens fünf anderen ETFs der Marke DB X-Trackers. Für die Gewichtungen von Aktien- und Zinsanlagen gibt es feste prozentuale Korridore. Die genaue Struktur richtet sich nach den aktuellen Marktgegebenheiten. Genaugenommen ist der WM ETF also ein aktiv gemanagter ETF-Dachfonds, auch wenn er rechtlich anders verpackt ist.

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