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Rally erst zum Jahresende

Goldman rät kurzfristig von Rohstoffen ab

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Rohstoffe werden nach Ansicht der Goldman Sachs Group in den kommenden drei Monaten als Anlageklasse hinter Aktien, Staatspapieren und Unternehmensanleihen zurückbleiben. Erst zum Jahresende ist mit einer Erholung des Ölpreises zu rechnen, der sich positiv auf andere Rohstoffnotierungen auswirken wird, wie die Experten in einer vom 27. Januar datierten Studie voraussagten.

Goldman Sachs senkte den kurzfristigen Ausblick für Rohstoffe auf “Untergewichten”, womit Verluste von bis zu 10 Prozent in Aussicht gestellt werden. Aktien werden sich mit einem Gewinn von 0,4 Prozent der Prognose zufolge wesentlich stabiler entwickeln. Auf Sicht von zwölf Monaten hingegen werden sich laut Goldman Rohstoffe noch vor Aktien als stärkste Anlageklasse erweisen und eine Rendite von 10 Prozent erreichen.

Der Bloomberg Commodity Index ist in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren gefallen, wobei Erdöl, Schweinehälften und Kupfer im laufenden Jahr die bislang stärksten Verlierer waren. Nach einem über zehn Jahre anhaltenden Bullenmarkt steigen derzeit bei Rohstoffen die Lagerbestände, denn die Produktion wurde angesichts der steigenden Preise aufgestockt. Ein aufwertender US-Dollar und fallende Energiekosten verbilligen derzeit in vielen Fällen die Produktion, womit die Marktverwerfungen länger anhalten können.

“Trotz der zuletzt deutlich gefallenen Rohstoffpreise sind weiterhin kurzfristig Abwärtsrisiken zu erkennen”, stellten die Goldman-Strategen Jeffrey Currie, Christian Mueller-Glissmann und Peter Oppenheimer in ihrer Studie fest. Sinkende Ölpreise lassen die Kosten im weiteren Rohstoffkomplex insgesamt weiter sinken, wie es darin weiter hieß.

Damit wäre der Preisverfall für Rohöl, Gold und Kupfer noch nicht beendet. Goldman rechnet mit einem Ölpreis für die Sorte West Texas Intermediate nahe 40 Dollar über das erste Halbjahr 2015. Seit einem Hoch im Juni hat die Notierung nahezu 60 Prozent verloren und lag zuletzt bei 45,55 Dollar je Barrel.

Ein gebremstes Wachstum der Fördermenge und eine Normalisierung der Lagerbestände bis 2016 wird den Ölpreis nach Ansicht von Goldman zum Jahresende wieder in Richtung der Produktionsgrenzkosten bewegen, die auf etwa 65 Dollar je Barrel im Falle von WTI und 70 Dollar für Brent geschätzt werden. Brent wurde in London zuletzt bei 49,95 Dollar gehandelt.

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