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Rating von Franke und Bornberg
Krankenzusatzversicherungen: Nur ein Fünftel der Tarife überzeugt restlos
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Rating von Franke und Bornberg Krankenzusatzversicherungen: Nur ein Fünftel der Tarife überzeugt restlos

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Zahnersatz: Einer von fünf Tarifen ist „hervorragend“

Maßgeblich für die Note ist laut F&B die Erstattungshöhe für Zahnersatz im Rahmen der Regelversorgung und – noch wichtiger – darüber hinaus. Das betrifft Implantate inklusive augmentativer Behandlungen (Aufbau von Knochenmasse) sowie Kronen, Inlays und Prothesen. Hierbei erziele nur 19 Prozent der Tarife die Höchstbewertung FFF+. Zudem fallen immerhin 33 Offerten und damit neun Prozent komplett durch. Die Note: ungenügend.

Teilrating Zahnbehandlung berücksichtigt auch Tarife ohne Leistung

Hier untersucht F&B nach eigenen Angaben das Leistungsversprechen der Tarife für Zahnbehandlung, Prophylaxe (professionelle Zahnreinigung) sowie für besondere Behandlungen, die gesetzliche Krankenkassen nur zum Teil oder gar nicht zahlen. Auch hier ist das Angebot an Top-Tarifen mit 21 Prozent überschaubar.

Besonders auffällig: 26 Prozent der Tarife landen in der schlechtesten Ratingklasse. Doch hierunter fallen auch Offerten, die sich auf die Erstattung für Zahnersatz konzentrieren und quasi keine Leistung erbringen. Die Studienautoren haben diese Tarife nicht aus dem Teilrating entfernt. So ergibt sich ein Verzerrungseffekt. Denn diese Tarife mit der Note F- könnten laut F&B für Kunden, die beispielsweise keine Leistung für eine professionelle Zahnreinigung benötigen, weil ihre Krankenkasse diese bezuschusst, dennoch interessant sein.

Tarife für stationäre Leistungen können überzeugen

Im Teilrating „Stationär“ werden die Erstattung für ärztliche Leistungen (Chef-/ beziehungsweise Privatarztbehandlung), vor- und nachstationäre Behandlung, Leistungen für das Ein- oder Zweibettzimmer oder die freie Krankenhauswahl geprüft. 23 Prozent der Tarife schneiden mit der Note „Hervorragend“ ab. Insgesamt ist das Leistungsniveau hier hoch, wenn auch etwas niedriger als im Vorjahr.

Nur 27 von 123 Tarifen kommen über die Note „Befriedigend“ nicht hinaus. Darunter fallen auch Angebote, die nur für Unfälle und/oder schwere Erkrankungen leisten und damit nur eine Ausschnittsdeckung bieten, so die Analysten.

Treilrating Sehhilfen: Geld für Brillen und Kontaktlinsen

Da sich die Gesetzliche Krankenversicherung für Erwachsene nur noch in Ausnahmefällen an Sehhilfen beteiligt, sind hohe Eigenbeteiligungen für Versicherte an der Tagesordnung. Was diese für Gläser, Fassungen oder Kontaktlinsen in welchem Zeitraum zahlen, ist Bewertungsgrundlage für die Notenvergabe in diesem Teilrating. Dabei ist der Anteil an Top-Tarifen mit 14 Prozent vergleichsweise gering. Neben einem breiten Mittelfeld gibt es aber auch vergleichsweise viele Offerten, die im Rating durchfallen. 21 Prozent der Tarifkonfigurationen sind „ungenügend“.

Viele Tarife ohne Leistungen für Naturheilverfahren

In dem fünften Teilrating der Krankenzusatzversicherungen untersucht F&B, welche alternativen Heilmethoden ein Tarif abdeckt und wie viel Prozent der Kosten dieser übernimmt. Für einen Top-Tarif sind mindestens 80 Prozent bis zu einem Rechnungsbetrag von 1.000 Euro ein „Muss“, wie die Analysten erklären. Doch nur 7 Prozent der Tarife überspringen diese Hürde und werden „hervorragend“ bewertet. Für rund 40 Prozent heißt es hingegen „ungenügend/ keine Leistung“, da die Tarife keine Leistungen für Naturheilverfahren umfassen.

Vorsorge: Über die GKV-Leistungen hinaus

Welche Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen sind über das gesetzliche Maß hinaus versichert und wie viel erstattet der Tarif jeweils? Welche Altersgrenzen sind dabei einzuhalten? Diese Fragen sollen im Teilrating „Vorsorge“ beantwortet werden. 16 Prozent der Tarife können in allen Aspekten überzeugen und erreichend die höchste Ratingklasse. Doch ganze 42 Prozent bieten gar keine Vorsorgeleistungen an und werden in schwächste Klasse F- eingestuft.

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