Quelle: Pixelio

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Raubrittertum bei RBS: kein Ritter– kein Raub

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Fred Goodwin gilt für viele Briten als das Paradebeispiel eines modernen Raubritters: Der ehemalige Chef der Royal Bank of Scotland (RBS) steuerte die Bank 2008 in den Ruin. Schlussendlich musste der Staat die Bank mit Steuergeldern retten. Nachdem Goodwin im Februar schon seinen Rittertitel verlor, droht dem 53-Jährigen nun ein Berufsverbot.

Ein Gutachten, das der britische Wirtschaftsminister Vince Cable in Auftrag gegen hat, kommt zu dem Schluss, dass Goodwin nie mehr in einem Vorstand oder einem Aufsichtsrat sitzen darf.

Das Gutachten sieht Goodwins Schuld an dem größten Verlust in der britischen Wirtschaftsgeschichte als erwiesen an. Obwohl die RBS an mangelnder Kernkapitalquote, überbewerteten Produkten und mangelhaften internen Kontrollmechanismen kränkelte, versuchte der Topmanager die RBS zu einer der weltgrößten Banken zu machen: Dabei verhob er sich bei der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro.

2008 mussten die Steuerzahler 56,4 Milliarden Euro für das RBS-Rettungspaket abdrücken.

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