Razzien bei deutschen UBS-Kunden

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Staatsanwälte und 50 Steuerfahnder haben am gestrigen Montag bundesweit Büros und Wohnungen hunderter mutmaßlicher Steuerhinterzieher durchsucht. Bei den Verdächtigen handelt es sich um deutsche UBS-Kunden, deren Namen sich auf einer gestohlenen Kundendaten-CD befanden. Das nordrhein-westfälische Finanzministerium hatte die CD im August für 3,5 Millionen Euro gekauft.

Unter den Betroffenen ist auch Albert Eickhoff, Inhaber eines renommierten Mode-Hauses in Düsseldorf. Wie die „Westdeutschen Allgemeine Zeitung“ (WAZ) in ihrer Online-Ausgabe berichtet, sollen die Fahnder am Montagmorgen an Eickhoffs Haustür geklingelt haben. Im Gespräch mit der WAZ räumte der Düsseldorfer Mode-Zar ein, seit 35 Jahren ein Konto bei der UBS zu haben.

Insgesamt 500 Kundennamen befinden sich laut Medienberichten auf der CD. Neben Kontodaten sind das auch Informationen zu Stiftungen, mit denen Deutsche in der Schweiz Steuern hinterzogen haben könnten.

UBS beteuert unterdessen, keine Hilfe bei der Umgehung deutscher Steuerpflichten geleistet zu haben. Die Bank habe 2009 das Geschäft mit Deutschland einer genauen Prüfung unterzogen und die Regeln, wo nötig, angepasst, erklärt ein Unternehmenssprecher.

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