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Mark Zuckerberg im Oktober vor dem US-Kongress, wo er die Digitalwährung Libra, umgangssprachlich auch „Zuck Buck“ genannt, verteidigte: Auch von der EU erhält Facebook Gegenwind. | © Getty Images

Reaktion auf Facebook-Pläne

EU will eigene Kryptowährung prüfen

Die Finanzminister der Europäischen Union sehen ins Facebooks geplanter Digitalwährung eine Gefahr für staatliche Währungssouveränität, Finanzstabilität und  fairen Wettbewerb. Das geht aus einem Papier des EU-Finanzministerrats (Ecofin) hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Libra berge zudem weitere Risiken in Bereichen wie Datenschutz, Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung.

Künstliche Währungen dürften erst auf den Markt kommen, wenn „alle damit verbundenen Sorgen ausgeräumt sind“, zitiert das Handelsblatt aus dem Entwurf. Wie eine Regulierung der Kryptowährung aussehen soll, darüber wollen die Finanzminister nun beraten. Möglicherweise würden neue Gesetze nötig, heißt es noch sehr vage.

Als Antwort auf Libra können sich die EU-Finanzminister auch eine staatliche Digitalwährung vorstellen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sowie weitere Notenbanken der EU sollen laut Medienberichten die Möglichkeit prüfen.

Ein EZB-Beamter erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, „in seiner ehrgeizigsten Fassung“ könne das Projekt Menschen ermöglichen, elektronisches Geld ohne ein Bankkonto zu nutzen. Das Geld wäre in diesem Szenario direkt bei der EZB hinterlegt. Weitere Zahlungspartner bräuchte es damit nicht.

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