AMD-Chefin Lisa Su mit dem neuen 64-Kern-Prozessor Threadripper 3990WX: Das Unternehmen hat im Wettstreit mit Intel derzeit klar die Nase vorn. | © imago images / UPI Photo / James Atoa Foto: imago images / UPI Photo / James Atoa

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Das sind Duell, Markt und Fonds des Monats Juli 2020

Duell des Monats: AMD vs. Intel

Es ist eine ähnliche Frage wie: Beatles oder Stones? McDonald‘s oder Burger King? Apple oder Windows? Ebenso müssen sich Computerkäufer seit Jahrzehnten entscheiden, ob sie Prozessoren von Advanced Micro Devices (AMD) oder Intel unter der Haube haben wollen. Setzte AMD in der 90ern in dieser Hinsicht mit den Athlon-Chips beachtliche Duftmarken und erarbeitete sich unter PC-Spezis einen guten Ruf, ging der in den Nullerjahren zu einem guten Teil wieder verloren. Doch dann kam 2017, und AMD präsentierte eine neue Generation von Chipsätzen (AM4) mit einer neuen Architektur – wen’s genau interessiert: die Zen-Architektur mit dem Markennamen Ryzen für die Chips. Diese konnten sich leistungstechnisch mit der Intel-Konkurrenz messen, waren aber günstiger und verbrauchten bis zu einem Drittel weniger Strom. Prompt gewann AMD wieder längst verlorengeglaubte Marktanteile hinzu.

Außerdem gelang es AMD, seine Produktion auf die sogenannte 7-Nanometer-Fertigung umzustellen. Die Zahl bezieht sich auf die kleinste Struktur auf einem Chip. Während das bei AMD seit 2019 läuft, hat Intel den Start noch einmal um ein Jahr auf nun Ende 2022 verschoben. Als das im Juli bekannt wurde, brach die Aktie noch einmal richtig ein, während die AMD-Aktie im selben Moment kräftig zulegte (siehe Chart). Für das Debakel feuerte Intel seinen Technologie-Vorstand Murthy Renduchintala und überlegt nun, die 7-nm-Fertigung auszulagern.

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