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Nach dem Orkan Sabine gefällte Bäume entlang der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf: Das Orkantief erreichte Stufe 10 bis 12 auf der Beaufort-Skala und ist somit versicherungsrechtlich relevant. | © imago images / Jochen Tack Foto: imago images / Jochen Tack

Rechtsanwalt klärt auf

Orkantief Sabine – Wer zahlt für die Schäden?

Müssen Kinder trotz Orkan zur Schule?

Bei extremen Witterungsverhältnissen liegt die Entscheidung bei den Eltern, ob der Schulweg hinsichtlich der Gefahren zumutbar ist und ob sie ihr Kind zur Schule schicken. Bleibt das Kind zuhause, muss vorab die Schule darüber informiert werden. Einzelne Schulen und Kindertagesstätte bleiben jedoch komplett geschlossen. 

Homeoffice - Was gilt für Arbeitnehmer? 

Markus Mingers, Kanzlei Mingers

Dürfen die Schulkinder zuhause bleiben, gilt das nicht auch automatisch für die arbeitenden Eltern. Arbeitnehmer mit Kindern tragen die sogenannte Wegepflicht. Das heißt, sie müssen dafür sorgen, dass die Kinder während der Arbeitszeit zuhause betreut werden. Wir empfehlen hier ein Gespräch mit dem Arbeitgeber darüber, ob man einen zusätzlichen Urlaubstag nehmen kann. 

Der Arbeitnehmer trägt grundsätzlich das Wegerisiko und die Pflicht, die Fahrt zur Betriebsstätte derart zu planen, dass er pünktlich erscheint. Wer mit dem Gedanken spielt, sich mithilfe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung krank zu melden, um zuhause zu bleiben, sollte diesen sogleich wieder verwerfen. Bei Missbrauch des gelben Scheins handelt es sich um einen fristlosen Kündigungsgrund. Arbeitgeber schauen in solchen Situationen genauer hin und schicken ihren Mitarbeiter bei einem Verdacht zum Medizinisch-technischen Dienst. 

Ab wann ist ein Sturm versicherungsrechtlich relevant? 

Die Beaufort-Skala ermittelt, ab wann ein Sturm als versicherungsrechtlich relevant angesehen wird. Ab Stufe 7 wird ein Sturm als solcher erkannt und erlangt versicherungsrechtlich an Bedeutung. Orkantief Sabine erreichte Stufe 10 bis sogar 12 und stellt unfraglich einen Sturm dar. 

Die Beaufort-Skala ist den Versicherungen bekannt und kann folglich verwendet werden. Manche Versicherer haben jedoch Ausschlussklauseln. In einem solchen Fall gilt gesondert zu prüfen, ob diese überhaupt wirksam sind. Ausschlussklauseln sind nichtig, wenn sie den Versicherungsnehmer unangemessen benachteiligen. 

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