In der Rechtsschutzversicherung konnte im Geschäftsjahr 2024 ein Prämienwachstum von 5,3 Prozent auf 5,28 Milliarden Euro realisiert werden. Das geht aus dem „Branchenmonitor 2025 Rechtsschutzversicherung“ des Beratungs- und Forschungsunternehmens Vers Leipzig hervor. Die Studie deckt die 25 größten Versicherer ab und repräsentiert damit nach Angaben der Autoren rund 99 Prozent des Rechtsschutz-Marktes.
Schadenzahlungen leicht über Prämiensteigerungen
Noch etwas stärker stiegen indes die erbrachten Schadenleistungen. Diese erhöhten sich um 6,4 Prozent auf nunmehr 3,81 Milliarden Euro. Ursächlich dafür sind laut des Reports unter anderem die durch die Inflation angestiegenen Streitwerte. Zudem wurden mit Inkrafttreten des Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetzes im Juni 2025 die Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren angehoben, was Rechtsstreitigkeiten auch künftig erheblich teurer machen dürfte.
Langfristige Stabilisierung
Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) verbesserte sich insgesamt leicht und liegt mit 91,9 Prozent weiterhin deutlich unter der kritischen 100-Prozent-Grenze. Zugleich weist nur ein Versicherer unter den Top 25 noch ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis aus. Damit steht diese Produktsparte deutlich besser dar als viele andere. Das vor Jahren noch anders aus, in denen Klagewellen hinter der Rechtsschutzversicherung liegen – vom Diesel- und Abgasskandal bis zur Corona-Pandemie.
Die Kehrseite: Für die Versicherten wird Rechtsschutz spürbar teurer. Die Durchschnittsprämie je Vertrag stieg um rund 8,60 Euro auf 204,76 Euro – und überschritt damit erstmals die Marke von zweihundert Euro.
DAS INVESTMENT Versicherungen stellen die Top 10 der deutschen Rechtsschutzversicherer nacht Marktanteilen in einer Bilderstrecke vor.
Bruttoprämien 2024: 207 Millionen Euro
Marktanteil: 3,68 Prozent

