Eine Feier in Zeiten vor Corona Foto: Pexels

Umfrage zu Corona-Ängsten

Regelverstöße und Konjunktureinbruch

Am Jahresanfang hat die R+V Versicherung ihre Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“ um eine Sonderbefragung zur Corona-Pandemie ergänzt. „Die erzwungene Isolation und die Dauer der Pandemie befeuern die Ängste“, so das Fazit der Forscher.

Angesichts der hohen Infektionszahlen in den vergangenen Monaten stieg die Angst vor einer Erkrankung. Etwa die Hälfte der Befragten (48 Prozent) ist besorgt, dass das Coronavirus sie selbst oder die Familie und Freunde infiziert. Gegenüber dem Sommer ist das ein Anstieg um 16 Prozentpunkte.

Angst vor Regelverstößen auf Rekordhoch

Auch Menschenansammlungen, illegale Feiern und Maskenverweigerer lassen die Deutschen nicht kalt. Eine deutliche Mehrheit (60 Prozent) befürchtet, dass immer mehr Menschen die Lockdown-Regeln missachten – das ist der höchste Wert der diesjährigen Sonderumfrage.

„Dass viele Kritiker ihren Unmut äußern, indem sie die Corona-Maßnahmen ignorieren, löst bei vielen Menschen große Ängste aus“, kommentiert Manfred G. Schmidt, Professor für Politikwissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Das Vertrauen in die Politiker nimmt hingegen ab. 54 Prozent der Befragten befürchten, dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind – ein Anstieg von 14 Prozentpunkten gegenüber dem vergangenen Sommer. „Die von vielen Menschen als hochgradig kritisch eingestufte Impfsituation dürfte den Unmut über die Politik weiter in die Höhe treiben“, vermutet Schmidt.

Selbst der Impfstart hellt die Stimmung in Deutschland nicht auf. 58 Prozent der Befragten befürchten, dass Lockdown auf Lockdown folgt, bis alle geimpft sind.

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