Regierung will Variable Annuities

Das  Bundeskabinett will deutschen Versicherern den Weg für Variable Annuities freimachen. Das geht aus Vorschlägen zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) hervor, das gestern im Rahmen des Beteiligungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes verabschiedet wurden.

Bei Variable Annuities handelt es sich um fondsgebundene Rentenversicherungen, bei denen bestimmte Leistungen garantiert werden. Dies kann beispielsweise eine garantierte Mindestrente sein, die bereits bei Vertragsbeginn zugesagt wird.

Als erster Versicherer startete Axa 2006 mit der Twin Star Invest. Die Police verspricht eine garantierte Mindestrente und wird von der irischen Tochter Axa Life Europe angeboten. Auch die Allianz bietet die jüngst gestartete Invest4life-Police wegen der geltenden Rechtslage über ihre irische Tochter an.

Dieser Umweg könnte künftig entfallen, sofern Bundestag und -rat der Gesetzesinitiative zustimmen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) begrüßt den Vorschlag ausdrücklich: „Er stärkt den Versicherungsstandort Deutschland, weil deutsche Versicherer damit die gleichen Wettbewerbsbedingungen wie europäische Anbieter erhalten“, sagt Jörg von Fürstenberg, Hauptgeschäftsführer des GDV.

In den USA ist diese Anlageform sehr beliebt, die Beitragseinnehmen steigen dort jährlich um 17 Prozent. Auch die Japaner haben das Produkt für sich entdeckt, das verwaltete Volumen stieg binnen fünf Jahren von Null auf umgerechnet  80 Milliarden US-Dollar.

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