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Heißer Tag im nordindischen Allahabad: Wasser ist ein knappes Gut – nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenländern | © Getty Images

Reinhard Pfingsten von der Bethmann Bank Enorme Investitionen in Wasserversorgung nötig

Bei den Diskussionen über den Klimawandel geht weitgehend unter, dass mit der Erderwärmung und aufgrund veralteter beziehungsweise fehlender Infrastruktur sauberes Trinkwasser noch knapper wird. Hier besteht enormer Investitionsbedarf, von dem auch Anleger profitieren können.

Sauberes Trinkwasser zählt zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, die bis 2030 erreicht werden sollen. Dabei handelt es sich um ein ehrgeiziges Vorhaben. Denn schon heute mangelt es laut Weltbank mehr als 660 Millionen Menschen an einem Zugang zu adäquatem Trinkwasser. Damit ist weltweit fast jeder neunte Mensch betroffen. Dazu kommt, dass sogar 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen haben.

 Reinhard Pfingsten ist Leiter der Anlagestrategie bei der Bethmann Bank. 
Foto: Bethmann Bank

Der Mangel betrifft die Menschen nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Denn auch die Landwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe benötigen umfangreiche Mengen von sauberem Wasser. Und der Bedarf steigt. Hauptgrund dafür ist das Bevölkerungswachstum. Im Jahr 2050 werden voraussichtlich neun Milliarden Menschen leben – rund 1,4 Milliarden mehr als heute. Dadurch nimmt die Nachfrage nach sauberem Trinkwasser jedes Jahr um ein Prozent zu.

Weltweites Problem

Sauberes Trinkwasser ist längst nicht nur in Schwellen- und Entwicklungsländern in trockenen Regionen der Welt wie in den Sahara-Staaten Mangelware. Nach einer Umfrage der Water Quatilty Association von Anfang des Jahres machen sich beispielsweise in den USA 51 Prozent der Verbraucher Sorgen oder sogar große Sorgen über ihre Trinkwasserversorgung. Vor zwei Jahren lag der Wert noch bei 42 Prozent. Weltweit leidet ein Viertel der 50 größten Metropolen unter einer ernstzunehmenden Wasserknappheit.

Während der Bedarf steigt, gerät das Angebot durch den Klimawandel unter Druck. Nach Berechnungen des Weltklimarats sorgt die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur um ein Grad dafür, dass sieben Prozent der weltweiten Bevölkerung einen Rückgang der erneuerbaren Wasserressourcen um 20 Prozent erleidet.

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