in NewsLesedauer: 4 Minuten

Clark Reiserücktrittversicherung: Die Top-Gründe für stornierte Urlaubsreisen

Waldbrand in Mascali, einer Stadt in der sizilianischen Provinz Catania
Waldbrand in Mascali, einer Stadt in der sizilianischen Provinz Catania: Wer nicht in ein Waldbrandgebiet fliegen will, kann seine Reise kostenlos stornieren, für krankheitsbedingte Rücktritte springt die Reiserücktrittsversicherung ein. | Foto: Imago Images / Zuma Wire

Wer jetzt seine anstehende Pauschalreise nach Rhodos, Korfu oder Sizilien nicht antreten möchte, kann kostenlos stornieren – zumindest, wenn es in einen der Waldbrandgebiete gehen soll. Wer aus anderen Gründen kurzfristig von der Reise zurücktritt, bleibt auf den Stornogebühren sitzen – es sei denn, man hatte zuvor eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen, die die Kosten übernimmt.

Trotzdem musste bereits fast jede zweite Person in Deutschland (45 Prozent) schon einmal eine Reise kurzfristig absagen. Das zeigt eine Studie des digitalen Versicherungsmanager Clark in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Yougov.

Krankheiten sind der Hauptgrund

Der Hauptgrund, die geplante Reise nicht antreten zu können, sind laut Studie Krankheiten. Sie machen 15 Prozent aller Stornierungen aus. Diese Zahl berücksichtigt allerdings die Corona-Fälle nicht. Aufgrund von positiven Corona-Tests und Covid-19-Erkrankungen konnten weitere 8 Prozent der Befragten ihre Reise schon einmal nicht wie geplant durchführen.

Auch Todesfälle im Umfeld (6 Prozent) sowie der Verlust oder Wechsel des Arbeitsplatzes (5 Prozent) sorgten bei Menschen in Deutschland schon dafür, dass sie nicht in den Urlaub fahren oder fliegen konnten.

Bei 5 Prozent der befragten Urlauber hat ein Streik des Flughafenpersonals schon dazu geführt, dass sie nicht wegfliegen konnten. 4 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben ihre Reisepläne aufgrund einer Schwangerschaft auf.

Weitere Gründe sind fehlende oder ungültige Reisedokumente (3 Prozent), die Wiederholung von Prüfungen (3 Prozent) und sonstige Unvorhersehbarkeiten (11 Prozent).

 

Hallo, Herr Kaiser!

Das ist schon ein paar Tage her. Mit unserem Newsletter „DAS INVESTMENT Versicherungen“ bleiben Sie auf dem neuesten Stand! Zweimal die Woche versorgen wir Sie mit News, Personalien und Trends aus der Assekuranz. Kostenlos und direkt in Ihr Postfach.

 

 Wer sich nicht rechtzeitig um seine Reisepapiere kümmert oder den Rücktritt aus anderen Gründen selbst verschuldet, muss die Stornokosten selbst tragen. Bei unverschuldeten Fällen wie einer Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder Todesfall in der Familie kommt die Reiserücktrittsversicherung für die Kosten auf. Manche Anbieter erstatten die Rücktrittsgebühren auch bei einer Schwangerschaft – hier lohnt sich ein Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB).

Zwei Bausteine der Reiserücktrittversicherung

Die Reiserücktrittversicherung setzt sich in der Regel aus zwei Bausteinen zusammen: der Reisestorno-Versicherung und der Reiseabbruch-Versicherung.

  • Die Reisestorno-Versicherung kommt für Kosten auf, wenn Reisende ihre gebuchte Reise aus triftigen Gründen unerwartet gar nicht oder nur verspätet antreten können. Fällt die Reise aus, erstattet die Versicherung die bei Vertragsabschluss vereinbarte Summe zurück. Kann die Reise noch verspätet angetreten werden, kommt die Versicherung für den Schaden auf, der durch die verpassten Tage entstanden ist.
  • Die Reiseabbruch-Versicherung kommt ins Spiel, wenn die Reise bereits angetreten wurde, dann aber verfrüht abgebrochen werden muss. „Während in der Reisestorno-Versicherung nur bereits gebuchte Reisen inbegriffen sind, deckt die Reiseabbruch-Versicherung auch Reisen ab, die erst nach Vertragsschluss gebucht wurden“, erklärt Clark. Voraussetzung sei, dass auch die neu gebuchten Reisen im Vertragszeitraum liegen.

Clark-Spezialisten raten, Reiserücktrittversicherungen als Jahresvertrag abzuschließen. „Das ist häufig sogar günstiger, als nur eine Reise zu versichern und inbegriffen sind dann auch Reisen zu Veranstaltungen und Festivals“, so das Insurtech.

Reiserücktrittversicherung zahlt nicht bei chronischen Krankheiten 

Allerdings zahlen Reiserücktrittsversicherungen nicht bei chronischen Krankheiten. Und auch andere Vorerkrankungen können zu einem Ausschluss führen. Aus diesem Grund rät der Bund der Versicherten (BdV) von der Police ab. „Der Versicherer verzichtet bei der Antragstellung auf Risikofragen“, erklären die Verbraucherschützer. Dadurch müsse er sich nicht schon bei Vertragsschluss entscheiden, ob er das Risiko versichern möchte. Dann prüfe der Versicherer im vermeintlichen Leistungsfall, ob die Erkrankung, die zum Rücktritt oder Abbruch geführt hat, schwer und für den Versicherungsnehmer unvorhersehbar war. Damit bleibe der Versicherungsnehmer im Dunkeln, ob er in Bezug auf seinen konkreten Gesundheitszustand – oder den von Risikopersonen – versichert ist oder eben nicht.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen
Tipps der Redaktion