Rekordstrafe für US-Hedgefonds SAC

Steve Cohens Hedgefondsgruppe SAC hat sich laut „Spiegel online“ des Insiderhandels und der Geldwäsche schuldig bekannt. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung verhängte die US-Justiz hierfür nun die Rekordstrafe von 1,8 Milliarden Dollar. Für die Strafe muss Cohen als SAC-Alleinbesitzer selbst aufkommen.

Die Geldbuße übersteigt weit die bisher verhängte Höchststrafe von 650 Millionen Dollar. So viel musste die damalige Investmentbank Drexel Burnham Lambert wegen Insiderhandels zahlen. Der Hauptschuldige Michael Milken blechte nochmal 1,1 Milliarden.

SAC soll über mindestens elf Jahre rund 900 Millionen Dollar durch illegale Tipps aus fast zwei Dutzend Unternehmen erschwindelt haben. Mittlerweile haben sich sechs von acht ehemaligen Händlern schuldig bekannt. Sie sagen nun als Informanten gegen ihre Ex-Kollegen aus.

Die außergerichtliche Einigung beinhaltet über die Geldstrafe hinaus auch noch das Verbot Gelder außenstehender Investoren weiter zu managen. Damit steht SAC vor dem Aus.

Zahlen wird Cohen die Strafe von seinem Privatvermögen – zuletzt immerhin 9,4 Milliarden Dollar.

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