Farbenvielfalt der Lagen in Hamburg: Sehr gut sind die Viertel rund um die Alster, gut die sich anschließenden Viertel.

Farbenvielfalt der Lagen in Hamburg: Sehr gut sind die Viertel rund um die Alster, gut die sich anschließenden Viertel.

Rekordumsatz bei Anlageimmobilien

Mehr Immobilien in Hamburg verkauft

411 Wohn- und Geschäftshäuser wurden im vergangenen Jahr in Hamburg verkauft. Damit hat die Hansestadt bei Anlageimmobilien einen bisherigen Höchstumsatz von 1,19 Milliarden erzielt. Das geht aus dem Marktreport 2014/15 der Firma Engel & Völkers hervor. Demnach stieg auch der Durchschnittspreis einer Immobilie im Vergleich zum Vorjahr: von 2,16 auf 2,89 Millionen Euro. Auch der Flächenumsatz erhöhte sich um 8 Prozent.

Warum so ein Zuwachs?

Verkauft wurde deutlich mehr Objekte in guten und sehr guten Lagen: Rund ein Viertel der verkauften Mehrfamilienhäuser stehen in Eimsbüttel (28 Verkäufe), Altona-Altstadt (22), Winterhude (21), Harvestehude (16) und Ottensen (14). Zum Vergleich: 2012 wurden in diesen Vierteln nur etwas mehr als die Hälfte (56) der Objekte verkauft. Anderswo in Hamburg sowie im Umland blieben die Zahlen nahezu konstant. „Viele Eigentümer nutzten das hohe Preisniveau zum Verkauf“, sagt Oliver Ihrt, Leiter des Bereichs Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers.

Dunkelrot: Sehr gute Lage. Rot: Gute Lage. Hellrot: Mittlere Lage. Braun: Einfache Lage. Grau: Gewerbeimmobilien

Wer kauft?

Die Käufer stammen vor allem aus Hamburg. Meist handele es sich um private Bestandshalter und Erstkäufer, die ihr Geld gezielt in Immobilien investieren, weil sie keine Anlagealternativen sehen, so Ihrt.

Wie wird die Zukunft?

Hohe Wirtschaftskraft, hohes Pro-Kopf-Einkommen der Haushalte, ein neues Quartier in Altona: Engel & Völkers rechnet für 2014/15 mit stabilen Kaufpreisfaktoren und einem gleichbleibenden Mietniveau. Hamburg zählt für eine Immobilienanlage an und zählt zu den attraktivsten Investitionsstandorten Deutschlands.

Immobilienpreise und Mieten haben offenbar ihren Höhepunkt erreicht: Engel & Völkers hält den Trend von weiter steigenden Mieten und Kaufpreisfaktoren für unterbrochen. „In den mittleren bis sehr guten Lagen ist sowohl bei den Mieten als auch den Faktoren eine Reduzierung der Preisspannen zu beobachten“, sagt Ihrt. Aktuell würden in den sehr guten Lagen zwar immer noch Mieten von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter gezahlt, doch nach der rasanten Preisentwicklung der Vorjahre scheine nun der Höhepunkt erreicht zu sein.

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